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Obwohl es auf den Namen beider Eheleute lautet: Witwe erhält kein Geld vom gemeinsamen Postsparbuch

"Kein Geld auszahlen: Ehemann ist verstorben"

Bückeburg (rc). Ein Erlebnis der besonderen Art mit den Serviceleistungen der Deutschen Post AG hatte jetzt der Auetaler Lars Müller mit der Post in Bückeburg. Zusammen mit seiner Mutter, deren Mann gerade gestorben ist, wollten sie von Postsparbuch einen höheren Betrag abheben, um Beerdigungskosten und ähnliches bezahlen zu können. Obwohl das Postsparbuch auf den Namen seines verstorbenen Vaters und der persönlich erschienenen Mutter lautete, verweigerte der diensthabende Angestellte die Auszahlung des Geldes. Zunächst müsse ein Erbschein vorgelegt werden, dann könne auch ausgezahlt werden.

veröffentlicht am 20.03.2007 um 00:00 Uhr

Zunächst noch freundlich erinnerte Lars Müller den Angestellten daran, dass das Postsparbuch eben auf den Namen beider Eltern laute, damit im Fall der Verhinderung eines Ehepartners, oder eben im Todesfall, der verbliebene Ehepartner Zugriff auf das Geld habe - so wie es zigfach empfohlen wird. Der Angestellte habe daraufhin zwar Rücksprache mit einem Kollegen gehalten, die Auszahlung aber dennoch mit dem lapidaren Hinweis verweigert: "Das interessiert mich nicht." Er gab lediglich den Hinweis, die Rechnung für die Beerdigungskosten nach Hamburg zur Hauptstelle zu schicken - von dort werde sie dann beglichen. Was Lars Müller nach seiner Darstellung zu dem Kommentar veranlasste: "Der glatte Hohn!" Ob der Umstände wurde Lars Müller nach eigenem Bekunden "lauter". Er erreichte aber damit lediglich, dass der Angestellte in das Postsparbuch schreibt: "Kein Geld auszahlen: Ehemann verstorben." Wutentbrannt zogen die Müllers schließlich von dannen: "In Gegenwart von Kunden, die alles verfolgt haben." Lars Müller hat den Vorfall nicht auf sich beruhen lassen. Per Telefon versuchte er bei höheren Stellen Auskunft über das Verhalten zu erhalten. Mehrfach hing er in Warteschleifen der Post AG, wurde weiterverwiesen oder unfreundlich abgekanzelt. Erst an der vierten Stelle erhielt er die entscheidende Auskunft: In einem solche Fall mit derartigen Namenseintragungen im Postsparbuch hätte ausgezahlt werden müssen. Und erst recht dürfe der Postangestellte keine derartigen Eintragungen per Hand in das Postsparbuch machen. Ob die Deutsche Post AG jetzt dienstliche Konsequenzen zieht, ist Lars Müller nicht bekannt. Auf jeden Fall informierte er die Presse über den Vorfall ...



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