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Brückenjahr: Verwaltung sieht wenig Nutzen

"Kein Füllhorn"

Samtgemeinde Rodenberg (bab). Nach Diskussionen um die Verbesserung der frühkindlichen Bildung hat der Ausschuss für Jugend-, Kindergarten-, Sport und Kulturangelegenheiten des Samtgemeinderates eine Empfehlung ausgesprochen. Die Samtgemeinde will beim Landkreis einen Antrag stellen und sich für das geplante Modellprojekt "Brückenjahr" des Landes Niedersachsen bewerben.

veröffentlicht am 20.02.2007 um 00:00 Uhr

Die Samtgemeindeverwaltung verspricht sich durch das Modellprojekt jedoch kaum Unterstützung. Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann sieht nicht "das Füllhorn" über die Gemeinden kommen. Wie Sachbearbeiter Reinhard Peter erklärte, sind die Beratungsteams, die im Rahmen des Modellprojektes unterwegs sein werden, jeweils für 1500 Kinder zuständig. In den Teams sollen eine Fachkraft aus dem Bereich der Kindergärten und eine Grundschullehrkraft die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit von Kindergärten und Grundschulen fördern. Dafür stünden dem Landkreis pro Woche lediglich 12,5 Stunden des Teams zu. Zudem solle es zusätzliche Stunden für Kindergarten-Fachkräfte (28,5 Stunden pro Woche) und Grundschullehrkräfte (19 Stunden pro Woche) für die besondere Förderung von Kindern im letzten Jahr vor der Einschulung geben. Auch das beziehe sich auf den gesamten Landkreis. Dazu müsse eine Grundschule mit bis zu drei Kindertagesstätten zusammenarbeiten. Wie viele Stunden die Samtgemeinde davon bekäme, ist ungewiss. Peter erklärte, dass das Verfahren für die Modellprojekte noch nicht abgeschlossen ist. Heilmann sieht in den neuen Entwicklungen, die das Land im Kindergartenbereich anschiebt, mehr wahltaktische Gründe als tatsächliche Unterstützung für die Kommunen.

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