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Suche nach Ursache und Problemlösung / Gülle schuld?

Keime: Schützenverein muss Wasser abkochen

Hattendorf (la). Eine Menge Mehrarbeit und Umstände haben die Schützen derzeit, wenn sie sich im Schützenhaus treffen. Sie dürfen ihre Wasserhähne nicht mehr aufdrehen, um mit dem Quellwasser ihre Gläser zu spülen oder ähnliches. Lediglich für die Toilettenspülung darf das Wasser aus der eigenen Trinkwasserversorgung genutzt werden. Bei der jährlichen Laborkontrolle war eine erhebliche Menge Keime festgestellt worden, zudem stark erhöhte Nitratwerte. "Das Gesundheitsamt hat angeordnet, dass das Wasser abgekocht werden muss", sagte der Pressesprecher des Landkreises Schaumburg, Klaus Hei mann. Das sei aber keine Dauerlösung.

veröffentlicht am 31.01.2008 um 00:00 Uhr

Das Häuschen, in dem die Wasserversorgung für das Schützenhaus u

Zurzeit bringen die Schützen Wasser mit, wenn im Schützenhaus Veranstaltungen stattfinden. "Wir müssen uns jetzt überlegen, welche Lösungen möglich sind", sagte der Vereinsvorsitzende, Siegfried Rohrsen auf Anfrage. Man könne entweder eine Desinfektionsanlage einbauen lassen, die aber rund 3000 Euro kosten würde,oder eine zweite Möglichkeit wäre es, die Versorgung an das bestehende Trinkwassernetz anzuknüpfen. "Dazu müssten wir aber eine 250 Meter lange Wasserleitung durch den Wald bis zum ,Piffitich' verlegen", so Rohrsen. Das sei schwierig und aufwändig, da der Boden in diesem Bereich sehr steinig sei. "Mit einem Mini-Bagger, den man dazu einsetzten müsste, würden wir nicht tief genug in die Erde kommen, um die Rohrleitung vor Frost zu schützen", meinte Rohrsen. "Man könnte auch einen Wassertank anschaffen, der regelmäßig mit Frischwasser gefüllt wird", nannte Heimann eine weitere Lösung. Wieso das Trinkwasser, das die Schützen schon seit Jahren aus ihrem eigenen Versorgungshäuschen nahe der Quelle bekommen, jetzt die vielen Keime aufweist, ist noch nicht bekannt. "Vielleicht liegt es daran, dass das Dach unseres Versorungshäuschens vor einiger Zeit bei Forstarbeiten beschädigt wurde", meinte Ortsvorsteher und Mitglied des Schützenvereins, Helmut Meier. Durch die Löcher im Dach könnte Schmutz in die Anlage gelangen. "Es ist ärgerlich, dass der Verursacher dieses Schadens unbekannt ist, sonst könnte man ihn zur Verantwortung ziehen", so Meier. Das Haus soll demnächst wieder in Ordnung gebracht werden. Joachim Stemme, stellvertretender Vorsitzender des Schützenvereins, hatte während der Jahresversammlung noch eine andere Erklärung: "Früher floss das Wasser über unbelastete Wiesen, aber jetzt ist dort Acker, auf den Gülle gefahren wird und der sicher mit Dünger bearbeitet wird. Man weiß nicht, was von dort in die Quelle fließt, die auch das Oberflächenwasser aufnimmt."



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