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Interessengemeinschaft will mehr Werbung

Kaufleute: Fünf offene Sonntage reichen

Bad Nenndorf (oke). Begeisterung sieht anders aus. Henning Jürgens, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Bad Nenndorf (IGBN), hatte die Mitglieder aus Tourismus und Einzelhandel in das "Hotel Hannover" geladen, um die Veranstaltungen für die angelaufene Saison zu planen. Trotz der dürftigen Beteiligung will der Vorstand in der Jahresversammlung einige, an diesem Abend entstandene Ideen und Konzepte vorstellen können.

veröffentlicht am 14.02.2007 um 00:00 Uhr

In einem Punkt waren sich die sieben Einzelhändler und fünf Touristiker von Anfang an einig: Eine über das gesamte Jahr gestreckte Ausweitung der verkaufsoffenen Sonntage soll es in Bad Nenndorf nicht geben. Vorerst möchten sie die traditionellen Termine beim Moorwannenrennen Ende März, beim Kurparklauf Mitte Juni, beim "Fabelhaften BadNenndorf" im Sommer und beim Bauernmarkt Mitte Oktober nur durch einen weiteren während des Weihnachtsmarktes ergänzen. "Sollte ansonsten noch Bedarf bestehen, können die jeweiligen Mitglieder natürlich in Eigenregie entscheiden", so Jürgens. Die Erfahrungen in den benachbarten Bundesländern hätten allerdings gezeigt, dass die Nachfrage den Aufwand und die Kosten nicht rechtfertigt. Außerdem müssten gerade in Bad Nenndorf die sonntäglichen Einkaufsmöglichkeiten immer mit Aktionen verknüpft werden, für die man wiederum die Vereine ins Boot holen müsste. Jürgens sieht hier die Kräfte der Beteiligten überstrapaziert. Die Koordination sei für die IGBN allein zu viel. In diesem Fall sei die Kur- und Tourismusgesellschaft gefragt, die personell besser aufgestellt sei, so der IGBN-Vorsitzende. Ein viel größeres Problem sieht Nenndorfs Sparkassen-Chef Frank Lohmann in der mangelnden Kundenkommunikation. Die mediale Verbreitung der Events und darin inbegriffen die Möglichkeit zum Einkauf am Sonntag werde nicht intensiv genug genutzt. So würden Kunden beispielsweise in Barsinghausen kaum erreicht."Wir müssen dem Klischee entgegen treten, in Nenndorf sei nichts los", forderte Lohmann. Coupon-Aktionen hätten sich in der Vergangenheit durchaus bewährt und böten außerdem den Vorteil, den Werbe-Erfolg messbar zu machen. Der Ausbau von Kooperationen wurde ebenfalls angedacht. So könnte man Fahrten organisieren, die Kurzurlauber nach Bad Nenndorf führten. Für sie würden dann Pauschalangebote im Wellnessbereich vorbereitet. Diese Pakete ließen sich leicht mit Übernachtungsmöglichkeiten in den ansässigen Hotels kombinieren - somit hätte auch der Einzelhandel einen neuen potenziellen Kundenstamm.

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