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Samtgemeinderat beschließt Kastrationspflicht / Politiker: Schwer zu kontrollieren

Katzenverordnung für Lindhorst

SAMTGEMEINDE LINDHORST. Auf Anregung der Gemeinde Heuerßen hat die Samtgemeinde Lindhorst jetzt eine Verordnung über die Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht von freilaufenden Katzen beschlossen. Das Gremium war sich einig, dass eine solche Verordnung nötig und sinnvoll sei.

veröffentlicht am 18.05.2016 um 20:19 Uhr
aktualisiert am 18.05.2016 um 21:48 Uhr

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Allerdings machte Heinz-Dieter Lauenstein (SPD-Sprecher) klar: „Mit der Verordnung alleine ist es nicht getan. Es muss auch ein Bewusstsein bei den Haltern geschaffen werden.“ Denn nicht jeder Katzenbesitzer werde die Verordnung gerne umsetzen, glaubt er. Zudem sei die Kontrolle der Einhaltung schwierig. Generell sei die Verordnung ein „Schritt in die richtige Richtung“, um das „unkontrollierte Vermehren einzudämmen“.

Ähnlich sieht das Burkhard Pieper (CDU-Sprecher). Auch er sieht das Problem, dass sich trotz Verordnung in der Praxis nicht viel ändern werde. Dennoch habe dieser Beschluss eine „Signalwirkung“, ergänzte Hans Bielefeld (Wählergemeinschaft). Das Gesetz sei allerdings kaum überprüfbar. Er appellierte an die Tierhalter: „Wer seine Katze liebt, wird sich daran halten.“

Was die Verordnung vorschreibt:

Kastration: Katzen, die frei herumlaufen dürfen, müssen ab einem Alter über fünf Monaten kastriert und mit einem Chip gekennzeichnet werden – ausgenommen Katzen, die bereits mit einer Tätowierung gekennzeichnet sind. Die Regel gilt für männliche und weibliche Tiere.

Datenbank: Die Katzen müssen in einer Haustierregistrierungsdatenbank (zum Beispiel Tasso) gemeldet werden.

Zuchtkatzen: Für die Zucht von Rassekatzen können auf Antrag Ausnahmen zugelassen werden, sofern eine Kontrolle und Versorgung der Nachnutzung glaubhaft dargelegt wird.

Ausnahmen können auch dann gemacht werden, wenn das Interesse des Antragstellers das öffentliche Interesse „im Einzelfall nicht nur geringfügig überwiegt“.

Definition: Als Katzenhalter gilt auch, wer einer freilaufenden Katze regelmäßig Futter zur Verfügung stellt.

Der Gemeinderat in Heuerßen hatte für die eigene Kommune bereits im Frühjahr 2014 eine Katzenverordnung beschlossen, dann aber erfahren, dass dies gar nicht in ihrem Aufgabengebiet liegt. Zuständig ist die Samtgemeinde in ihrer Funktion als Ordnungsamt.

Als Katzenhalter gilt

in diesem Zusammenhang auch jemand, der eine freilaufende Katze regelmäßig füttert.



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