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Busse: Kastrations-Verordnung hat sich bewährt

Katzensturm hat sich beruhigt

SAMTGEMEINDE NIEDERNWÖHREN. Die Streitigkeiten zwischen dem Stadthäger Tierheim und der Samtgemeinde Niedernwöhren über die Fülle an Fundkatzen scheinen begraben. Offenbar hat sich die Kastrationspflicht positiv ausgewirkt.

veröffentlicht am 10.10.2017 um 19:03 Uhr

Die Zahl der streunenden Katzen soll in der Samtgemeinde Niedernwöhren rückläufig sein. Foto: dpa
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Nachdem sich die die Zahl der im Tierheim gelandeten Vierbeiner von 2013 auf 2014 auf 69 verdoppelt hatte und die Samtgemeinde mit ihren Zahlungen an den Tierschutzverein hinterherhinkte, sah sich die Samtgemeinde gezwungen, etwas gegen den rasanten Zuwachs der Katzen – der sich insbesondere am Kompostwerk in Wiehagen bemerkbar machte – zu unternehmen. So beschloss der Samtgemeinderat Ende 2015 eine Kastrationspflicht. Denn die Unterbringung der Fundtiere wurde langsam teuer: Für jedes Tier muss die Kommune pro Tag zwölf Euro an das Tierheim ab, für eine Unterbringung von maximal vier Wochen .

Nach Angaben von Samtgemeindebürgermeister Marc Busse hat sich die Kastrations-Verordnung schon bewährt. „Die Situation entwickelt sich positiv.“ Im Jahr 2015 habe das Tierheim nur noch 25 Fundkatzen aufgenommen. 2016 seien es nur noch 16 und im laufenden Jahr bislang zwölf streunende Katzen ohne Besitzer gewesen. Busse: „Seit Erlass der Verordnung gehen weniger Beschwerden über streunende Katzen ein.“ Dadurch, dass nun eine Rechtsgrundlage vorhanden sei, reagierten die Leute schneller auf die Aufforderung zur Kastration, meint Busse. Ein Verstoß gegen die Verordnung kann nämlich eine Geldstrafe in Höhe von bis zu 5000 Euro nach sich ziehen. Bislang sei es in der Samtgemeinde aber noch nicht nötig gewesen, ein Bußgeld zu verhängen. Die Androhung habe stets ausgereicht, so Busse. Auch Tierheimleiterin Kerstin Kassner bestätigt, dass die Zahl der Fundtiere in der Samtgemeinde Niedernwöhren gesunken sei die Zahlungsprobleme aus der Welt geschafft worden konnten. Ein Problem sieht Kassner noch darin, dass vor allem einige Landwirte die Katzen, die auf ihrem Hof leben, nicht kastrieren lassen. Sie glaubt, dass öfter mal ein Bußgeld verhängt werden müsste, um manche Leute wach zu rütteln.kil

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