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Bau- und Planungsausschuss lehnt Umbau Im Scheunenfeld ab / An der Südstraße soll rechts vor links gelten

Katholische Kirche soll selber für Parkplätze sorgen

Lauenau (bab). Für eine Rechts-vor-links-Regelung an der Südstraße hat sich der Bau- und Planungsausschuss des Lauenauer Gemeinderates ausgesprochen. Der von der Verwaltung vorgelegte Entwurf, mit Grünflächen vorwiegend an der Nordseite der Straße für Verkehrsberuhigung zu sorgen, fand keinen Anklang. Abgelehnt wurde auch, zusätzliche Parkflächen Im Scheunenfeld zu schaffen, um den Mangel bei Gottesdienstzeiten zu beheben. Der Ausschuss sieht die katholische Kirche in der Pflicht, für Plätze zu sorgen.

veröffentlicht am 20.11.2007 um 00:00 Uhr

"Aus Anliegerkreisen" komme der Wunsch, die Südstraße mit verkehrsberuhigenden Maßnahmen zu versehen, sagte Jörg Döpke von der Bauverwaltung. Der Plan, den Döpke vorlegte, sah Grünflächen an den Straßeneinmündungen vor. Inseln mit Laubbäumen sollten für die geforderte Beruhigung sorgen, zusätzliche Parkflächen wollte die Verwaltung ebenfalls anbieten. Wolfgang Kölling (SPD) machte sich daraufhin Sorgen um die Rettungsdienste. Wenn Grünbereiche angelegt würden und vis-à-vis Autos parkten, könnten die Feuerwehrfahrzeuge gleich umkehren, so Kölling. "Ich glaube nicht, dass das die richtige Maßnahme ist", meinte auch Robin Heilmann (SPD). Die Parkverbote seien bereits aufgehoben sagte er angesichts zusätzlicher Parkflächen. Außerdem sei die Straße für die Wohngebiete ein Hauptzubringer und es sei bereits jetzt schwierig, von der Coppenbrügger Landstraße dorthin einzubiegen. "Das können wir ganz einfach lösen", schlug Karl-Heinz Strecker (CDU) vor und sprach sich für eine Rechts-vor-links-Regelung aus. Karl-Heinz Bruns (CDU) fragte außerdem nach einer Tempo-30-Zone. Das entspreche nicht der Verkehrsplanung, so Döpke. Der einzige, der den Pflanzeninseln etwas abgewinnen konnte, war Bürgermeister Heinrich Laufmöller (SPD). "Ich sehe das positiv", sagte er. Von oben käme jeder an den grünen Hindernissen gut vorbei. 3,50 Meter Breite für Fahrzeuge würden reichen. Doch Ausschussvorsitzender Uwe Budde (SPD) brachte die Stimmung im Gremium auf den Punkt, dem die Mehrheit zustimmen konnte: "Wir versuchen es erst einmal mit rechts-vor-links, und gucken, ob wir ohne Pflanzinseln auskommen." Eine Abfuhr gab für einen Umbau der Straße Im Scheunenfeld. Während der Gottesdienste in der St.-Markus-Kirche gibt es dort Probleme mit falsch parkenden Autos, die die Rettungswege versperren und den Verkehr behindern. Doch der Bauausschuss sah nicht ein, mit öffentlichen Geldern Parkplätze für Kirchenbesucher zu schaffen. Döpke hatte ausgerechnet, dass für rund 15 Plätze an der Nordseite des Scheunenfeldes Platz wäre. Kölling sieht die Kirche durchaus in der Lage, auf dem eigenen Grundstück Flächen zu schaffen. Strecker, Mitglied im Kirchenvorstand der Gemeinde, ließ durchblicken, dass es dafür nur wenig Möglichkeiten gebe und dass der Straßenrand am Scheunenfeld ohnehin ausgebessert werden müsse. "Man kann nicht andere dafür zur Kasse bitten", meinte jedoch Sabine Hafenrichter (SPD), die von jedem Gottesdienstbesucher erwartet, "sich auf einen der Plätze am Markt zu stellen". "Das machen die anderen auch", sagte sie mit Blick auf die St.-Lukas-Gemeinde. Auch bei diesem Thema fasste Budde die Stimmung so zusammen, dass sich der Ausschuss anschloss. Es koste zu viel Geld, 15öffentliche Parkplätze für eine Stunde pro Woche Gottesdienst zu schaffen. Die Kirche möge sich selbst um Stellflächen kümmern. Auch eine Querungshilfe an der Einmündung Danziger Straße fällt aus verkehrs- und bautechnischen Gründen flach.



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