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Hintergrund

Katastrophenfall und Katastrophenalarm

München (dpa) - Schwere Unwetter, heftige Schneefälle oder Überschwemmungen führen nicht automatisch zu einem Katastrophenfall.

veröffentlicht am 14.01.2019 um 10:28 Uhr
aktualisiert am 16.01.2019 um 04:40 Uhr

Rettungskräfte im Einsatz nach dem Abgang einer Lawine. Foto: Markus Leitner/BRK BGL

Bedrohen sie aber viele Menschen, natürliche Lebensgrundlagen oder umfangreiche Sachwerte so stark, dass die Kommunen extrem gefordert sind, können diese den Katastrophenfall ausrufen - so wie jetzt in mehreren Regionen Bayerns.

Dann übernimmt nach Angaben des Innenministeriums in München die Katastrophenschutzbehörde der betroffenen Kommune - in der Regel das Landratsamt - die Koordinierung und zentrale Leitung. Sämtliche Einsätze von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Hilfsorganisationen laufen dann über eine zentrale Stelle.

Sind die Bedrohungen überregional, können die Bezirksregierungen oder das Innenministerium die Kommunen unterstützen, zum Beispiel mit überregionalen Einsatzkräften. Katastrophenalarm und Katastrophenfall meinen dabei dasselbe, die Behörden verwenden jedoch meist den zweiten Begriff.

Gründe für den Katastrophenfall im südlichen Teil des Berchtesgadener Land beispielsweise waren vorige Woche laut Landratsamt die aktuelle Schneelage, der anhaltende Schneefall und die damit verbundenen Störungen und Gefahren für die Bürger in betroffenen Gemeinden. Dazu zählen zum Beispiel Schneelasten auf Dächern und Bäumen.



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