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Züchter des F 53 Grohnde drücken die „Schulbank“, um europäische Zuchtregeln kennenzulernen

Kaninchenzüchter müssen lernen

GROHNDE/HEMERINGEN. Änderungen im Rassestandart müssen die „alten Hasen“ der Kaninchenzucht neu lernen.

veröffentlicht am 29.08.2019 um 00:00 Uhr

Der bisherige Rassestandart, der aussagt, welche Voraussetzungen eine Rasse mitbringen muss, in Größe, Form, Fell als Rassemerkmal und der Pflegezustand wurde dem Europaniveau angepasst und so müssen auch die Züchter die neuen Vorgaben erlernen und beachten. Der Kleintierzuchtverein F53 Grohnde führte dazu eine Schulungsveranstaltung durch, damit die Züchter gut vorbereitet in die heiße Phase der Ausstellungssaison starten können.

Bei den Züchtern werden die jungen Kaninchen in den Monaten Januar bis Mai geboren, wachsen langsam und behütet heran und bestreiten ab Herbst die großen Meisterschaften und Wettkämpfe. Um bei der monatelangen Pflege und Versorgung nicht das „Auge“ fürs Detail zu verlieren, führt der Verein jedes Jahr zum Ende des Sommers eine Schulung für die Züchter durch. Unter den kundigen Augen eines ausgebildeten Wertungsrichters stellen die Züchter ihren schönsten „Nachwuchs“ vor, um gemeinsam mit den Züchterkollegen die Vorzüge eines jeden Tieres herauszuarbeiten.

In diesem Jahr fand die Schulung in Hemeringen statt. Jeder Züchter stellte seinen „Nachwuchs“ vor: Vom Deutschen Riesen bis zum Zwergkaninchen mit und ohne Schlappohren war alles dabei.

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Roter Neuseeländer von Günther Bosse. FOTO: jürgen Meier/PR

Die Ergebnisse der züchterischen Bemühungen werden der Öffentlichkeit während der vereinseigenen Ausstellung in der Sporthalle Grohnde am 16. November von 13 bis 18 Uhr und am 17. November von 10 bis 17 Uhr präsentiert. Eine Generalprobe gab es schon bei der Kreisverband Jungtierbewertung am 18. August im Kulturheim in Springe. Hier erreichten die Grohnder Züchter den ersten Platz. Der F 53 beteiligte sich mit sieben Züchtern und 28 Tieren in sieben verschiedenen Rassen. Zuchtfreund Helmut Schramme mit seinen Satinkaninchen, thüringerfarbig stellte die beste Sammlung (bestehend aus vier Tieren) und der Züchter Jürgen Meier mit Weißen Neuseeländern stellte den Wertungsrichtern das beste Pärchen vor. Die beste Häsin kam aus der Grohnder Zucht und wurde von Franz Meier (Deutsche Riesen, grau) gezeigt.

Derzeit sind die ersten Tiere schon für die Bundesschau gemeldet. Am 14. und 15. Dezember 2019 findet die 34. Bundes-Kaninchenschau in der Messehalle in Karlsruhe statt. Bei einer Konkurrenz von rund 25 000 Kaninchen werden dort die Deutschen Meisterschaften ausgetragen. Die Tiere aus dem Grohnder Verein gehen dabei an den Start.

Der Abschluss des Zuchtjahres findet bei den Landesmeisterschaften am 5. und 6. Januar 2020 bei der 46. Landesverbandsschau des LV Hannover in der Deula-Lehranstalt in Nienburg statt.



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