weather-image
27°
Nach Führungskrise beim Schützenverein Rehren gibt es zwei Kandidaten / Rainer Rodewald hört auf

Kampfabstimmung: Frank Treder gewinnt

Rehren (la). Seit Bernd Wentzel vorüber drei Monaten nicht mehr kandidiert hatte, stand der Schützenverein Rehren ohne Vorsitzenden da (wir berichteten). Niemand wollte Verantwortung übernehmen und den Verein aus der Krise führen. Die Mitgliederzahl hat sich in den letzten Jahren halbiert und Nachwuchs ist nicht in Sicht. Eigentlich stand der Schützenverein vor dem Aus.

veröffentlicht am 30.06.2008 um 00:00 Uhr

0000491569.jpg

Andrea Seiler hatte als zweite Vorsitzende kommissarisch den Vorsitzübernommen und in vielen Gesprächen versuchten einige Vereinsmitglieder eine neue Vorstandsriege zu finden. Doch das gestaltete sich schwierig. Während einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, die am Freitag im Schützenhaus stattfand, hatten die 20 anwesenden Vereinsmitglieder jetzt plötzlich die Qual der Wahl. Andrea Seiler hatte offensichtlich Gefallen am Amt gefunden hatte und auch der ehemalige Schießsportleiter Frank Treder, bekundete sein Interesse am Vorstandsamt. So kam es zu einer Kampfabstimmung, die Franke Treder mit zehn zu acht Stimmen bei einer ungültigen Stimme und einer Enthaltung denkbar knapp gewann. Treder wird jetzt einen schweren Weg vor sich haben. Er bat dann auch seine Mitglieder: "Gebt mir Zeit, eine neue Mannschaft zu finden, die diesen Verein wieder nach vorn bringt." Dass das Vereinsleben in den letzten Jahren gelitten hat, wurde deutlich ausÄußerungen des "harten Kerns", der die Geselligkeit und den Zusammenhalt vermisste. Die Krise ist auch jetzt noch nicht überwunden. Zwar wurde mit Jörg Schmidt ein bis zur nächsten Jahreshauptversammlung neuer zweiter Vorsitzender gewählt, das Amt des Schriftführers bleibt aber weiter unbesetzt. Eine neue Hiobsbotschaft hatte der Schatzmeister Rainer Rodewald parat, als er seinen Ausstieg im kommenden Jahr ankündigte. Die Überraschungskandidatur von Treder hatte Spuren hinterlassen. Dem Vorstand fehlen außerdem einige Stellvertreter-Posten und ein Hauswart, der die Schießsportanlage in Ordnung hält. Der neue Vorsitzende versprach, alle zurückgefahrenen Vereinsaktivitäten und Trainingstage auf den Prüfstand zu stellen und Gespräche mit den Mitgliedern zu suchen. Auf Anregung des Ehrenvorsitzenden Hermann Schwiezer wolle man auch offen mit der Frage künftiger Zusammenarbeit mit anderen Vereinen umgehen. Nicht nur die Zusammenarbeit mit dem Hausnachbarn, dem neuen SC Auetal, müssten intensiviert werden, alle örtlichen Vereine gehörten an einen Tisch. "Der TuS Rehren hat uns mit dem Zusammenschluss mit dem TSV Kathrinhagen eine Weg gezeigt, den auch wir gehen könnten", so Hermann Schwiezer, der wie einige andere im dünn besetzten Schützenhaus auch, erst einmal frohist, dass es mit dem Traditionsverein weitergeht.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare