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Kaliberg wächst auf 125 Meter

Bokeloh/Sachsenhagen (jpw). Dem Kaliwerk Sigmunds hall hat das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) die beantragte Erweiterung der Rückstandshalde genehmigt. Da die Haldenkapazität in diesem Jahr erschöpft sein wird, hätte die Produktion ohne die Genehmigung des von der K+S Kali und Salz GmbH vorgelegten Rahmenbetriebsplanes vermutlich stillgelegt werden müssen.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 15:06 Uhr

Das Werk darf nun bis zum Jahr 2021 jährlich rund 400 000 Tonnen Rückstandssalz auf die Halde bringen. Genehmigt ist eine Höhe von maximal 180 Metern über dem Meeresspiegel und damit 125 Meter über Grund. Mit der künftig notwendigen Ausdehnung um 17 Hektar in nordwestlicher Richtung wird auch die Grenze zwischen der Region Hannover und dem Landkreis Schaumburg überschritten, weshalb auch die Samtgemeinde Sachsenhagen von dem Planfeststellungsverfahren betroffen ist. Von 1994 bis 2004 sind insgesamt mehr als 150 Millionen Euro für den Ausbau und die Modernisierung des Werks investiert worden. Der Schacht Sigmundshall zählt mit 750 Mitarbeitern und rund 45 Auszubildenden zu den größten Arbeitgebern der Region Steinhuder Meer. Bis zu drei Millionen Tonnen kali- und magnesiumhaltige Rohsalze werden im Jahr zu Mineraldüngern und Industrieprodukten verarbeitet. Um zu verhindern, dass Grundfläche und Gräben der Halde salzige Wässer in den Untergrund abgeben, wird nach Angaben des Landesamtes eine mineralische Dichtung eingebaut. Als Abdeckung der erweiterten Halde dient ein Gemisch aus tonerdehaltigen Rückständen und Steinsalz aus einer, auf dem Werk Sigmundshall betriebenen Anlage zur Verwertung aluminiumhaltiger Salzschlacken. Das Tonerdegemisch dient als Substrat für die Bepflanzung und soll künftig die Entstehung von Haldenwässern minimieren.

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