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Hiltraud Wluka stellt Ausstellung mit Reproduktionen meisterhafter Bilder für die Kurverwaltung zusammen

Kalender zeigen Spitzweg-Romantik und Expressionisten

Bad Eilsen (sig). Es gab eine Zeit, in der vornehmlich große Unternehmen, Banken und Sparkassen Wert darauf legten, ihre Kunden zu Weihnachten mit einem Kunstkalender zu erfreuen. Das hat sich im Laufe der Zeit gelegt. Vieles von dem, was in den vergangenen Jahrzehnten erschienen ist, verschwand längst in den Abfalleimern. Eine Frau hatte etwas dagegen:Hiltraud Wluka, die in Heeßen zu Hause ist.

veröffentlicht am 01.03.2008 um 00:00 Uhr

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Ihre Sammlerleidenschaft konzentrierte sich in erster Linie auf bebilderte Kalender. Das hatte sich im Freundeskreis schnell herumgesprochen - mit dem Ergebnis, dass man ihr gern Kalender schenkte, sowohl neue als auch abgelaufene. Inzwischen sind esüber 3000 geworden, die sich mit allen Lebensbereichen befassen. Die Heeßerin hatte in der Vergangenheit bereits mehrere Ausstellungen in den Räumen der Kurverwaltung, in denen sie eine Auswahl von Kalendern zu bestimmten Themen vorstellte. Jetzt hat Hiltraud Wluka 250 Exemplare ausgewählt, die sich mit dem Thema "Kunst alter Meister" befassen. Zu besichtigen ist ein Querschnitt, der im Laufe von einem halben Jahrhundert produziert wurde. Auf 18 Stellwänden sind Motive zu bewundern, die unter anderen Vincent van Gogh, Marc Chagall, Claude Monet, Carl Spitzweg, Paula Modersohn-Becker und Caspar David Friedrich geschaffen haben. Vertreten sind alle Techniken vom Stichüber die Federzeichnung bis zum Ölgemälde. Auch alle Kunstformen von der naiven Darstellung über Porträts, Landschaften und Stillleben bis hin zur modernen Malerei eines Friedensreich Hundertwassers, der sich zum Beispiel mit der "Geburt" eines Automobils und mit skurrilen Menschenhäusern befasste. Reizvoll ist der große Bogen, der sich von mittelalterlichen Szenen des höfischen Lebens, über die Porträts adliger Damen, über historische Stadtbilder bis hin zu mystischen und visionären Darstellungen spannt. Kontrast pur bieten dazu die beschaulichen Biedermeier-Motive von Spitzweg mit fabulierenden Menschen in romantischen Stadtwinkeln und Picknickszenen im Grünen. Und der Expressionist Chagall macht es sogar möglich, Fliegende Fische darzustellen, die auf einer Wanduhr durch den Raum schweben. Vier Wochen lang haben kunstbeflissene Eilser Bürger und Gäste die Gelegenheit, sich die beeindruckende Fülle dieser Kalenderproduktionen anzuschauen, und zwar immer während der Öffnungszeiten der Kurverwaltung und außerdem jeweils sonntags von 14 bis 17 Uhr.

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