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Geschichte der Stadt stand im Mittelpunkt bei Grenzbeziehern

Kaiser leitet die Heimatpfleger

Hameln (gro). Der Verein für Grenzbeziehung und Heimatpflege will sich weiterentwickeln, verkündete der Präsident des Vereins, Horst Töneböhn, in der Jahreshauptversammlung im Hotel zur Krone.

veröffentlicht am 03.05.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 16:21 Uhr

Ganz im Fokus des Vorstandes stehe es, die Jugend für die Aufgaben des Vereins zu gewinnen. Die Ziele seien festgelegt und die Planung könne fortgesetzt werden. „Dass wir heute noch nicht den gesamten Plan vorstellen, sondern erst dann, wenn alle Details abgestimmt sind, wird hoffentlich jeder verstehen“, bat der Präsident, denn „Heimatpflege und Heimatkunde ist ein so umfangreiches Feld, gerade in Hameln, dass es längerfristige Vorarbeiten bedarf“. Die Sanierung von „Schliekers Brunnen“ sei nach zehn Jahren abgeschlossen, teilte Töneböhn mit. Dieses habe im letzten Jahr noch einmal 3000 Euro gekostet.

Den Bericht über die letzte Grenzbeziehung präsentierte Jens Kursawe mit viel Humor vom ersten Kanonenschlag bis zum letzten Grenzstein. Einen geschichtlichen Vortrag über den Storchenbrunnen und die Hamelner Lachsbrutanstalt Schliekers Brunnen hielt Wilhelm Berger. Er gab sein Amt als Leiter der Gruppe für Heimatpflege an Wolfgang Kaiser ab. Töneböhn dankte Berger für seine Arbeit mit einem Präsent. Kaiser zeigte 50 Jahre alte Luftaufnahmen der Stadt Hameln und stellte ihnen aktuelle Aufnahmen gegenüber. Sogar der Benzinpreis ist auf den alten Fotos deutlich zu erkennen – damals sei die Welt der Autofahrer mit einem Preis von 57,9 Pfennig pro Liter Benzin offenbar in Ordnung gewesen.

Für 2012 hat sich die Gruppe für Heimatpflege zwei Projekte vorgenommen: die Herausgabe einer Karte mit der Kennzeichnung heimatkundlich bedeutsamer Orte in den Hamelner Wäldern und das Projekt „Tunnel grüner Reiter“. In einer Nische des Tunnels sind Reste der gefundenen alten Befestigungsanlagen der Stadt verborgen. Geplant ist, in dieser Nische eine umfassende Darstellung der Hamelner Festungsgeschichte in Form von Modellen und Zeichnungen zu präsentieren. „Damit soll dem Betrachter ein Eindruck vermittelt werden, welche Ausmaße die Festung Hameln – die als das ,Gibraltar des Nordens‘ bezeichnet wurde – hatte“, sagte Kaiser.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurden Georg Artmeier, Hartmut Neelmeier und Ralf-Eckhard Symann für 25 Jahre Mitgliedschaft im Verein für Grenzbeziehung und Heimatpflege mit Urkunde und Blumen durch den Präsidenten Horst Töneböhn geehrt.



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