weather-image
18°
"Aqua-Café" in Lauenau eröffnet / 100 Sitzplätze vor 20 Aquarien

Kaffeetrinken zwischen Wasserwelten

Lauenau (nah). Das heiß dampfende Getränk in der Tasse könnte glatt kalt werden, so viel gibt es in dem neu eröffneten "Aqua-Café" zu bestaunen. Der gastronomische Betrieb im Untergeschoss eines ehemaligen Fabrikgebäudes im Lauenauer Ahornweg ist weithin ohne Beispiel: Die Tische stehen zwischen Felsdekorationen und Wasserfällen, 20 Aquarien und einem Terrarium.

veröffentlicht am 08.05.2007 um 00:00 Uhr

Der Gastraum ist mit Aquarien, Felswänden, Wasserfällen und Grün

Die Verbindung zwischen einer ständigen Ausstellung interessanter Wasserwelten und einer Einkehrmöglichkeit an Wochenenden ist der vorerst letzte Coup von Helmut Miller, der vor 17 Jahren das Gebäude der ehemaligen Kleiderfabrik Krabbes& Krahl bezogen hatte, es seither teilweise selbst nutzt sowie einige Flächen anderweitig vermietet. 1997 stieg der Wasserbauingenieur, der viele Jahre die Touristikwerbung für die Kanalinsel Guernsey zentral für den deutschsprachigen Raum besorgte, in das Aquaristik-Geschäft ein und übernahm für Mitteleuropa den Vertrieb von Fels-Dekorwänden. Ein schwedisches Unternehmen produziert diese unter dem Logo "Back to Nature". Schnell entdeckte Miller, dass die Pflege der in einer kleinen Ausstellung vorhandenen Aquarien sich als sehr arbeitsaufwändig erwies. Der Experte entwickelte ein Filtersystem auf biologischer Basis, das einen regelmäßigen Wasserwechselvöllig überflüssig macht und gewann mit dieser in der Fachwelt mit Überraschung aufgenommenen Lösung einen Innovationspreis. Heute ist er selber Züchter: Zahllose Jungtiere verschiedener Arten tummeln sich in den Bassins. Die Aquarien samt Rückwänden und Wasserreinigung aber genießen inzwischen eine Sonderstellung unter Aquarianern. Den Bedarf für eine größere Ausstellung verband der Unternehmer mit einer weitergehenden Nutzung. Nicht nur potenzielle Kunden sollten sich im Ambiente der Wasserwelt wohlfühlen, sondern auch Ausflügler, Spaziergänger und andere Kaffeegäste. So wollen Miller und dessen Ehefrau Ulla sowie Marianne Arndt und deren Sohn Vincenzo zunächst an Wochenenden und Feiertagen jeweils von 14 bis 18 Uhr ihr Café betreiben. Sitzgelegenheiten sollen dafür auch noch im Außenbereich geschaffen werden. Darüber hinaus sind zusätzliche Termine für geschlossene Gesellschaften und Vereinszusammenkünfte mit bis zu 100 Personen möglich. Miller verweist auf die direkte Nähe zum örtlichen Friedhof: Trauergäste können sich hier nach Beerdigungen versammeln. Der Unternehmer freut sich besonders auf junge Gäste. Diese dürften bereits von den großen und kleinen Fischen fasziniert sein oder von den beiden Geckos, die durch ein Terrarium huschen. In einer Malecke können sie ihre Eindrücke mit bunten Stiften zu Papier bringen - und mit etwas Glück ein eigenes Aquarium gewinnen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare