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Schott tritt Teilbereich an Sonnenbrillen-Hersteller Barberini ab / Produktion soll fortgesetzt werden

Käufer rettet 100 Arbeitsplätze in Grünenplan

Grünenplan (nig). Für die betroffenen Mitarbeiter klang diese Nachricht gestern wie ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk: Der Bereich Ophthalmik am Standort Grünenplan wird doch nicht geschlossen. Die Produktion soll fortgesetzt werden, die rund 100 Mitarbeiter dürfen hier weiterarbeiten.

veröffentlicht am 12.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 02:41 Uhr

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Spontaner Applaus brandete auf, als der Belegschaft in einer Versammlung diese frohe Botschaft verkündet wurde. Möglich wurde das durch den Verkauf der Brillenglasabteilung an den Sonnenbrillenglashersteller Barberini. Ein entsprechender Kaufvertrag zwischen dem Schott-Konzern und dem italienischen Unternehmen wurde am Freitag unterzeichnet.

Das italienische Unternehmen Barberini will alle direkt dem Ophthalmik-Geschäftsbereich zugeordneten Mitarbeiter und die Produktionsanlagen am Standort Grünenplan übernehmen, die Fertigung weiterführen, in die Glasentwicklung investieren und die Lieferkette optimieren.

„Der Kauf des Ophthalmik-Geschäfts in Grünenplan und die Übernahme der Mitarbeiter bedeutet für uns ein weiteres wichtiges Standbein, um unsere Innovationsführerschaft mit hochwertigen Produkten der Marke Schott weiter auszubauen“, teilt der Geschäftsführer von Barberini, Gianni Vetrini, gestern mit.

Barberini ist langjähriger Kunde

Ebenso zufrieden über die in letzter Minute abgewendete Schließung äußert sich Stefan Georgi: „Wir freuen uns, durch die erfolgreiche Vertragsunterzeichnung unseren hochqualifizierten Mitarbeitern eine aussichtsreiche Perspektive bieten zu können“, sagt der Leiter „Business Segment Glass for Special Applications“ bei Schott. „Das Unternehmen Barberini kann durch seine hervorragende technologische Position selbst im stark rückläufigen Markt für Brillengläser über seinen angestammten Markt für Sonnenbrillengläser hinaus zusätzliches Absatzpotenzial schaffen. Als reinem Zulieferer in die brillenglasverarbeitende Industrie hingegen ist dies Schott nicht möglich. Dieses Geschäft zählt nicht zu unseren Kernaktivitäten – Barberinis Hauptfokus hingegen liegt bei Sonnenbrillengläsern.“

Barberini ist bereits ein langjähriger und wichtiger Kunde von Schott, der aus Grünenplan veredelte Sonnenschutzgläser bezog.

Unternehmen gründet GmbH

Das italienische Unternehmen erwirtschaftete im Jahr 2008 rund 50 Millionen Euro Umsatz und beschäftigt 320 Mitarbeiter. Barberini ist nach eigenen Angaben weltweit die Nummer 1 für hochwertige Sonnenbrillengläser und Innovationsführer in seiner Branche.

Das Unternehmen verarbeitet ausschließlich Glas und beliefert anspruchsvolle Sonnenbrillensortimente mit Marken wie Ray-Ban, Revo, Maui Jim und Serengeti. Mit der Übernahme der Ophthalmik bekommt Barberini eigene Produktionsmöglichkeiten der Brillenglasrohlinge.

Hierdurch können die zugehörigen 89 Arbeitsplätze am Standort Grünenplan erhalten werden. Alle Mitarbeiter gehen in eine neu zu gründende GmbH über, Barberini übernimmt alle bisherigen Verpflichtungen.

Die Transaktion soll noch im Jahr 2009 abgeschlossen werden. Die Produktion läuft bis zur Übertragung unverändert weiter.

Schott-Sitz in Grünenplan: Der Sonnenbrillen-Hersteller Barberini kauft einen Teilbereich und rettet damit fast 100 Arbeitsplätze.



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