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Reaktionen auf Güssow-Kritik an Rat und Kulturzentrum "Alte Polizei"

JU-Vorsitzender erntet Unverständnis

Stadthagen (gus). Mit seinen geharnischten Worten zur Arbeit des Stadtrats und zum Kulturzentrum "Alte Polizei" hat der Vorsitzende der Jungen Union Stadthagen, Francesco Güssow, keinen Sturm der Entrüstung provoziert. Die Kritisierten äußerten vielmehr Unverständnis. Güssows Worten fehle es an Substanz, lautet der Tenor.

veröffentlicht am 13.02.2007 um 00:00 Uhr

SPD-Stadtratsfraktions-Chef Karsten Becker empfindet Güssows Aussagen als wenig fundiert. "Das Niveau der Äußerungen macht es schwer, diese ernst zu nehmen. Es wäre wünschenswert, wenn Herr Güssow die Vorwürfe gegen den Rat und die Kultureinrichtung ?Alte Polizei' mit Fakten unterfüttert hätte. Dass das nicht geschehen ist, sagt alles", so Becker. Helge Pönnighaus, Sprecher der Gruppe Grüne/WIR, erschien es "argumentativ schwach, angebliche Klientelpolitik anzuprangern und im nächsten Satz eine Klientelpolitik für die Betriebe anzukündigen". Die "Apo"-Kritik wollte Becker nicht unkommentiert lassen. "Die Arbeit der?Apo' hat für Stadthagen einen hohen Stellenwert, der erfreulicherweise von allen Parteien im Rat anerkannt wird. Der Umstand, dass deren Angebot alle Teile der Bevölkerung erreicht, ist Beleg dafür, dass der Vorwurf der politischen Eingleisigkeit aus der Luft gegriffen ist", erklärte Becker.Ratsvorsitzender Gerhard Tüting äußerte sich ähnlich. Güssow sollte es merkwürdig vorkommen, dass er mit seiner Meinung allein steht. "Aber wir waren ja alle mal jung", so Tüting. Auch "Apo"-Geschäftsführer Klaus Strempel hat zur Güssow-Rede Stellung bezogen und wirft dem JU-Chef "Stimmungsmache mit überholten Etikettierungen" vor. Darüber hinaus agiere Güssow taktisch unklug. Wen wolle er denn gegen die "Apo" formieren? "Die mehr als 60 Bürgergruppen, die das Haus nutzen? Senioren und Jugendliche? Mehr als 50 000 Gäste pro Jahr?", fragte Strempel. Eine Stellungnahme der CDU folgt nach. Stadtrats-Fraktion und Stadtverbands-Vorstand werden sich zunächst beraten. Weder Fraktions-Vorsitzender Gunter Feuerbach noch Stadtverbands-Chef Heiko Tatge wollten einer gemeinsamen Reaktion vorgreifen. "Das wird heute Abend Thema der Fraktionssitzung sein", sagte Feuerbach gestern.



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