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Junge Union weist Kritik zurück

Stadthagen (gus). Die Junge Union lässt es auf eine Auseinandersetzung mit der CDU ankommen. Unbeeindruckt von der Schelte seitens der Mutterpartei stehen der JU-Vorsitzende Francesco Güssow und dessen Stellvertreter Lukas Nott weiter zu den Inhalten der kritisierten Rede Güssows (wir berichteten). Beide gehen nun den CDU-Fraktionsvorsitzenden Gunter Feuerbach an.

veröffentlicht am 17.02.2007 um 00:00 Uhr

Überrascht hat Nott auf den Wortlaut der Feuerbach-Replik reagiert. Schließlich habe dieser die 95 Thesen, die die JU im Herbst 2005 postulierte, "für gut befunden". Und an diesen Thesen habe sich auch Güssow in der vergangenen Woche orientiert, als er das Veranstaltungszentrum "Alte Polizei" und den Stadthäger Rat kritisierte. Kernaussage sei gewesen, dass sich die Stadtratspolitiker auf Nebensächlichkeiten wie das Feng Shui-Baugebiet und die Licht-Debatte am Wall konzentriere, anstatt sich um Wirtschaftsansiedlung zu kümmern. Diese hat laut JU-Thesenpapier oberste Priorität. Nott und Güssow werfen dem Stadtrat vor, zu wenig Energie darauf zu verwenden. Um ihre Ansicht zu untermauern, der Stadtrat vertrete die Interessen der Bürger nicht ausreichend, wollen die Jungpolitiker in Kürze eine Umfrage in Stadthagen organisieren. Dass Feuerbach dieÄußerungen des JU-Vorsitzenden, die nach Angaben Notts die Position der gesamten JU Stadthagen wiedergeben, als "substanzloses Gequatsche" abtut, findet Nott "enttäuschend, unsouverän und unsachlich". Auch Güssow könne eine solche Formulierung "nur verurteilen". Den Titel "Wirtschaftsexperte" habe er sich nie verpasst, spielt Güssow auf ein Feuerbach-Zitat an. Allerdings habe die JU unter seiner Regie bereits zahlreiche Veranstaltungen mit hochrangigen Rednern organisiert. Güssow habe außerdem den Arbeitskreis Wirtschaft aus der Taufe gehoben. Das sei mehr, als der Stadtverband tue. Dort stehen in erster Linie Kaffeefahrten und Preisskat auf der Agenda, so Nott und Güssow. Auch seine Kritik an der "Apo" hält der JU-Chef mit Unterstützung seines Vize aufrecht. Konzerte von Punkbands wie "Exkrement 2000" und "Abgefuckt 400" sowie Tagungen des "Arbeitskreises globale Ökonomie" sprächen für eine linkspolitische Ausrichtung. Der Arbeitskreis richte sich laut Volkshochschul-Programm 2007 "gegen die herrschenden Interessen des Großkapitalismus". Umso mehr wurmt es den JU-Chef, dass seiner Organisation im Sommer 2005 eine Veranstaltung in der "Apo" mit dem Verweis auf politische Neutralität der Einrichtung verwehrt geblieben war. "Wenig später hat die Linkspartei dort ihren Bundestagskandidaten vorgestellt." Das Führungsduo der JU räumte ein, dass die Äußerungen der vergangenen Woche "vielleicht etwas polarisierend" vorgetragen worden waren.



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