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Wechsel im Vorstand / Kritik an Güssow / Pörtner warnt vor Linkspartei

Junge Union besetztÄmter neu

Landkreis (han). Die Junge Union (JU) hat umgerüstet. Vier Posten wurden bei der Mitgliederversammlung des Kreisverbandes Schaumburg am Freitagabend neu besetzt. Lukas Nott (20) löst Daniel Jäger als stellvertretender Vorsitzender ab. Neuer Beisitzer ist Markus Panzer (21). Lars Rebiger (17) übernimmt von Nott den Posten des Organisationsreferenten.

veröffentlicht am 03.09.2007 um 00:00 Uhr

Markus Panzer (v.l.) , Lukas Nott und Johannes Peeck wurden in f

Der an diesem Abend abwesende Francesco Güssow ist vom Amt des Kreisschatzmeisters zurückgetreten. Sein Nachfolger Johannes Peeck (22) übte Kritik an Güssow. Dieser sei durch unsaubere Buchführung und schlechte Umgangsformen unangenehm aufgefallen. Als Schatzmeister ist Peeck nicht unerfahren: Er verwaltete bereits früher die Finanzen des Kreisverbandes und versprach, dies auch in Zukunft ordnungsgemäß zu tun. Der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Schaumburg, Klaus-Dieter Drewes, reflektierte in seiner Anspracheüber "Werte". Eine christliche Partei müsse verzeihen können, "jeder macht mal etwas, das er später bereut". Dies sei jedoch eine allgemeine Aussage ohne konkreten Bezug. Zum Thema "Mindestlohn": Arbeit müsse zum Leben reichen. Ein jeder solle die "Kopf-hoch-Mentalität" bewahren. In seinem politischen Grußwort ging der Landtagsabgeordnete Friedel Pörtner auf die Landtagswahl am 27. Januar ein. Mit Blick auf die Linkspartei warnte er vor neuen Mehrheitsverhältnissen: "Es ist eine Partei, die sehr wohl als radikal und extremistisch eingestuft werden kann und muss." Pörtner kritisierte, dass SPD und Grünekeine klare Position zur Linkspartei beziehen. "Die Wähler müssen wissen, welche Parteien mit der Linken ins Bett gehen." Andernfalls werde Niedersachsen bald von "Postkommunisten" regiert, die Fidel Castro und den venezolanischen Staatspräsidenten Hugo Chávez "anhimmeln". Des Weiteren kritisierte das Mitglied des Landtages, dass die "Erlebniswelt Renaissance" weitere Zuschüsse in Höhe von 365 000 Euro benötigt, die zum Teil von Schaumburg zu bezahlen sind. Im Kreistag sei beschlossen worden, dass es kein Geld mehr gibt, außer für Bückeburg. Was den Erweiterungsbau des Hubschraubermuseums betreffe, so sei "alles auf einem guten Weg" sofern alle Kriterien eingehalten würden. "In den kommenden zwei Wochen wird eine Entscheidung fallen", erklärte Pörtner. Zum Thema "Linksradikalismus" verwies Drewes auf eine Veranstaltung, die am 7. Dezember in Stadthagen von der Stadthäger CDU ausgerichtet wird. Thomas Lunacek, CDU-Fraktionsvorsitzender im Brandenburgischen Landtag, wird sich in einem Vortrag mit der Linkspartei auseinandersetzen.



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