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Mietkosten: Feuerwehr kein Verein

Jugendwarte sollen mehr Geld bekommen

Samtgemeinde Nenndorf (rwe). Die Jugendfeuerwehrwarte sollen mehr Geld bekommen. Das hat der Feuerwehrausschuss der Samtgemeinde empfohlen. Allerdings dürfte die Aufwandsentschädigung nicht so stark steigen wie von den jungen Ehrenamtlichen erhofft. Dafür gibt es künftig auch etwas Geld für die Stellvertreter.

veröffentlicht am 11.02.2008 um 00:00 Uhr

Fünf Euro mehr nach fünf Jahren. Das wünschten sich die Nenndorfer Jugendfeuerwehren für ihre Führungskräfte. Deren monatliche Entschädigung sollte von 25 auf 30 Euro steigen, die Stellvertreter erstmals 15 Euro erhalten. Für den Gemeindejugendwart und den Stellvertreter wurden 50 Euro und 25 Euro angefragt. Der Grund: Die Kosten für Fahrten, Handy und neue Medien bei den Ehrenamtlichen steigen. Sogar ihre Lagerbeiträge zahlen sie aus eigener Tasche. Die Politiker folgten dem Antrag, wenn auch nicht ganz. Werner Bövers (CDU) schlug erfolgreich vor, den Betrag um zehn Prozent anzuheben, da sich die Ratsmitglieder eine entsprechende Erhöhung genehmigt hatten. So gibt es künftig 28 Euro, zudem erhalten die Stellvertreter künftig 14 Euro, wenn der Samtgemeinderat am 14. Februar den Haushalt so beschließen sollte. Zugleich erteilte der Ausschuss der Verwaltung auf Anregung Wilfried Wlotzkas (SPD) den Auftrag, die Satzung zuüberarbeiten und die Beträge zum 1. Januar 2009 anzupassen. Dafür sprach sich auch Frank Steen (WGN) aus. Dieser wollte aber unabhängig davon den Jugendwarten mit Blick auf ihren Aufwand die von ihnen gewünschte Summe zugestehen. Sein Antrag scheiterte knapp bei Stimmengleichheit. Über die Rolle der Feuerwehr im Vergleich zu Vereinen gingen die Meinungen auseinander, wie dem Protokoll zu entnehmen ist. So hatte die Bad Nenndorfer Feuerwehr ihre Jahresversammlung in der Wandelhalle abhalten wollen und sich dafür eine Kostenübernahme erhofft. Mit breiter Mehrheit von siebenzu eins Stimmen fiel der Antrag auf 350 Euro durch - das Kommando verlegte das Treffen deshalb in das ehemalige Kurhaus, wo die Feuerwehr mietfrei unterkam. Die breite Mehrheit der Politiker befürchtete, dass seitens der Vereine entsprechende Anträge folgen könnten. Bövers lehnte deshalb das Ansinnen ab. Ähnlich argumentierte Horst Schlüter (SPD). Er warnte davor, Begehrlichkeiten zu wecken und verwies auf Gerätehäuser oder das Vereinsheim als mögliche Veranstaltungsorte. Frank Steen machte sich dagegen stark dafür, die Mietkosten zu erstatten. Die Feuerwehr sei kein Verein, das müsse klar abgegrenzt werden. Und Samtgemeindebrandmeister Uwe Blume wunderte sich auch ein wenig über die klare Absage. Der Vorschlag, die Übernahme der Mietkosten für die Wandelhalle zu beantragen, sei aus dem politischen Umfeld gekommen. Zumindest gab es ein dickes Lob vom Ausschuss für die Bad Nenndorfer Ortsfeuerwehr. Sie hatte in Eigenregie dafür gesorgt, dass die Drehleiter in Ulm für 9000 Euro repariert werden konnte. Im Zuge der Haushaltsberatung empfahl der Ausschuss, für das Feuerwehrhaus in Hohnhorst zwar keine neue Eingangstür zu kaufen, aber ein neues Rolltor für die Fahrzeughalle. Bei der Bauunterhaltung wurde der Ansatz deshalb um 4000 auf 19 000 Euro erhöht. Die Politiker kassierten aber die 3600 Euro für Rückfahrkameras und Spiegel. Samtgemeindebrandmeister Uwe Blume hatte die Aufnahme in den Etat empfohlen, weil möglicherweise eine EU-Richtlinie diese für Feuerwehrfahrzeuge vorschreiben könnte. Klar sei das aber noch nicht. Werner Bövers (CDU) sagte, dass von dieser Vorschrift nur der Güterfernverkehr betroffen ist. Ebenfalls halten es die Politiker nicht für nötig, einen größeren Wasserabsauger zu beschaffen. Dieser sollte dabei helfen, vollgelaufene Keller vollständig auszupumpen, erklärte Blume. Das sei mit den bisherigen Mitteln nicht möglich. So müssten die betroffenen Familien das restliche Wasser selber beseitigen, wozu häufig die Mittel fehlten. Das Auspumpen von Keller sei nicht Sache der Feuerwehr, sondern der Hauseigentümer, hielt Rolf Stierand (CDU) dem entgegen. Sein Antrag, die 2100 Euro dafür zu sparen, wurde mit breiter Mehrheit angenommen.



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