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Antrag auf Festanstellung von Tanja Kluge

Jugendparlament: Volle Stelle für die Jugendarbeit

Samtgemeinde Rodenberg (bab). Das Jugendparlament der Samtgemeinde Rodenberg fordert eine volle Stelle für die Jugendpflegerin in Rodenberg. Bei ihrer ersten Sitzung nach Konstituierung haben die Jugendlichen einen entsprechenden Antrag formuliert.

veröffentlicht am 06.06.2008 um 00:00 Uhr

Bei der Sitzung im "Magic House" in Rodenberg war auch Tanja Kluge, die von den Jugendlichen auch "Tatjana" genannt wird, zu Gast. Die diplomierte Sozialpädagogin ist als 400-Euro-Kraft bei der Stadt Rodenberg in der Jugendpflege beschäftigt. Bisher waren solche Verträge immer auf zwei Jahre befristet. Alle 24 Monate mussten sich die Heranwachsenden an neue Gesichter gewöhnen. Das halten die Mitglieder des Jugendparlaments für einen Nachteil. "Ich finde das sehr wichtig", sagte Jugendbürgermeister Daniel Devriel zur Ausweitung der Arbeitszeit der Jugendpflege. "Wir sind der Meinung, dass eine Vollzeitstelle hier sehr positiv wäre. Man könnte viel mehr anbieten", fasste der Rodenberger die Meinungen aus einem vorherigen Treffen der Jugendparlamentarier zusammen. Den Jugendlichen und der Sozialpädagogin liegt daran, dass die entsprechenden Gremien schnell entscheiden, denn Kluge könnte im August anderweitig eine Halbtagsstelle antreten. Kluge hat sich nach eigener Auskunft auch noch bei der hiesigen Verwaltung um eine feste Stelle beworben. Sandra Babin von der Stadt fragte nach Art und Umfang der Stelle. In den anschließenden Gesprächen wurde deutlich, dass die Jugendlichen und auch Kluge das durchaus variabel handhaben wollen. Weil auch Jugendliche anderer Kommunen das "Magic House" besuchen, könne die Stelle auch von Stadt und Samtgemeinde gemeinsam getragen werden, wurde angeregt. Kluge stellt sich neben den Angeboten, die sie im "Magic House" an der Suntalstraße umsetzen würde, auch aufsuchende Jugendarbeit vor. "Das wird sicherlich auch mal am Wochenende sein", so Kluge. Zwei Stunden täglich sei für die aufsuchende Jugendarbeit einzuplanen. Ulrike Polke, Schulsozialarbeiterin in der Stadtschule, bot an, Kontakt mit dem Landreis aufzunehmen. Denn das Schulgelände samt "Magic House" gehöre dem Kreis. Über die Nutzung müsse also mit der Kreisverwaltung verhandelt werden. Zwischen Stadtschule und der Rodenberger Jugendarbeit gibt es Schnittmengen. 75 Prozent der von Kluge betreuten Teenager seien Stadtschüler. Viele wüssten trotzdem nicht, dass es ein Nachmittagsangebot im "Magic House" gebe, sagte Isabell Michaelis, stellvertretende Jugendbürgermeisterin. "Manche wissen nur, dass das in der großen Pause offen hat", berichtete sie. Polke findet es positiv, dass das Jugendparlament dafür sorgen will, das Angebot zu verweitern. "Ich finde das klasse, dass ihr euch dafür einsetzen wollt, dass hier mehr los ist", ermunterte sie die Jugendlichen bei der Versammlung. "Die Beziehungen zu den Jugendlichen sind nach zwei Jahren erst so richtig da", begründete sie ihre Zustimmung mit den eigenen Erfahrung aus der Stadtschule.



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