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Neitsch: "Helpsen ist zu klein"

Jugendparlament: Barsinghäuser Ansatz übertragen?

Helpsen (jl). Ein Jugendparlament für die Gemeinde Helpsen? Für die Umsetzung der Idee des Ratsherrn Jürgen Kauke (CDU) "ist Helpsen zu klein", war die erste Reaktion von Bürgermeister Adolf Neitsch (SPD). Vorangegangen war in der Ratssitzung ein Vortrag über das Beispiel des Barsinghäuser Jugendparlaments. Vom Tisch ist die Geschichte nicht. Der Radius soll größer gezogen werden: Ein Jugendparlament für die Samtgemeinde, hieß die Idee am Ende der Diskussion.

veröffentlicht am 05.12.2007 um 00:00 Uhr

Als Referenten hatte Kauke Markus Hugo, Marian Höfer und Frederik Engelke gewonnen. Die beiden Erstgenannten bezeichnen sich als "Väter" des Gremiums. Sie haben die Gründung als seinerzeitige Vorsitzende der Jungsozialisten (Hugo) und der Jungen Union (Höfer) vor einigen Jahren angekurbelt hatten. Engelke ist der amtierende Jugendbürgermeister. Die beiden "Väter" machten den Helpsern deutlich, dass die Gründung eines Jugendparlament nur "von unten" funktioniere. Das ist im Fall Barsinghausen der Weg über die Schulen gewesen. "Die muss man von Anfang an im Boot haben", betonte Höfer. Dort ist so lange informiert und geworben worden, bis es genug Kandidaten gegeben hatte. Wichtig sei auch die Unterstützung durch die Presse gewesen. Wichtig ist den beiden "Motoren", die inzwischen dem Rat ihrer Stadt angehören, auch, dass interessierten Jugendlichen "kein fertiges Konzept" vorgesetzt werden dürfe, sondern allenfalls "ein paar Bausteine", so Hugo. Inzwischen ist das Jugendparlament Alltag, hat sich laut Engelke erfolgreich gegen die geplante Streichung von Nachtbussen engagiert, kooperiert erfolgreich mit dem Seniorenrat, organisiert mit heimischen Firmen Ausbildungsplatz-Börsen und ist -bis auf den Finanzausschuss in allen Gremien des Rates mit Rederecht vertreten. Dass das Barsinghäuser Modell nicht auf Helpsen zu übertragen ist, sah auch Jürgen Kauke ein. Wenn, dann müssten die Wege zu Interessenten über Konfirmandengruppen, Sportvereine, Jugendfeuerwehren und andere Zusammenschlüsse gehen. Vertreter dieser Gruppen will Kauke zu einer der nächsten Sitzungen des Ratsausschusses für Sport, Kultur und Jugend einladen. Dazu soll auf Vorschlag des Bürgermeisters Samtgemeindebürgermeister Rolf Harmening kommen -wegen des größeren Aktionsradius, für den sich etliche Ratsmitglieder ausgesprochen haben. Interesse hat als Zuhörer der Sitzung auch Florian Fietzke von der just gegründeten Südhorster Dorfjugend bekundet. "Sehr viele Jugendliche, die ich kenne, haben da schon Interesse", gab er zu Protokoll.



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