weather-image
23°
Medienkompetenz

Jugendliche fordern schulische Aufklärung über Fake News

Berlin/Düsseldorf (dpa) - Mindestens einmal pro Woche stoßen Jugendliche hierzulande laut einer aktuellen Studie in sozialen Medien auf Fake News und Hassrede, knapp ein Fünftel sogar täglich.

veröffentlicht am 11.10.2018 um 15:44 Uhr
aktualisiert am 15.10.2018 um 13:40 Uhr

Zwei Drittel der Befragten geht davon aus, dass die Verbreitung von Falschnachrichten den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland gefährdet. Foto: Sebastian Kahnert

Dabei wünschen sich drei Viertel der Befragten, dass der Umgang mit Falschnachrichten und Hate Speech auch in der Schule behandelt wird. Dort sei das Phänomen jedoch kein Thema. Die Vodafone Stiftung Deutschland hatte die repräsentativen Studie in Auftrag gegeben.

Demnach gehen zwei Drittel der befragten 14- bis 24-Jährigen davon aus, dass die Verbreitung von Falschnachrichten den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland gefährdet. Unsicherheit gibt es jedoch, wie man sie auch als solche identifiziert und wie man am besten auf Anfeindungen reagiert.

Falschnachrichten als solche zu erkennen, erfordere Medienkompetenz, sagte Digitalstaatsministerin Dorothee Bär (CSU) zur Vorstellung der Ergebnisse. «Wir müssen die jungen Menschen stark machen gegen Desinformation und ihnen klarmachen: Der Hasskommentar sagt mehr über seinen Autor aus als über die Person, die damit kommentiert wird.»

Der Studie zufolge sieht die Mehrheit der jungen Menschen (58 Prozent) die Betreiber der Plattformen in der Pflicht, 46 Prozent fordern von den Medien, aktiv zu werden, 33 Prozent erwartet, dass die Bundesregierung dagegen vorgeht. 45 Prozent sehen aber auch sich selbst und die Nutzer gefordert. Mehr als die Hälfte der Beschwerden junger Menschen sei jedoch erfolglos geblieben oder wurde erst sehr spät bearbeitet, geht aus der Studie hervor.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Copyright © dpa - Deutsche Presseagentur 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt