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Angebote für Jugendliche laufen meist über Vereine und eigenverantwortliche Gruppen im Dorf

Jugendcafé ist wieder „eingeschlafen“

Samtgemeinde Niedernwöhren (kil). Fußball, Feuerwehr, Dorfjugend – die Jugendarbeit in der Samtgemeinde Niedernwöhren läuft überwiegend über Vereinsarbeit und eigenverantwortliche Jugendgruppen. Das einzige gemeindeübergreifende Angebot war das Jugendcafé in Nordsehl, das mittlerweile wieder „eingeschlafen“ ist.

veröffentlicht am 26.11.2012 um 16:01 Uhr
aktualisiert am 26.11.2012 um 17:34 Uhr

Samtgemeindebürgermeister Fritz Anke hat schon seit etwa zwei Jahren nichts mehr vom Jugendcafé gehört. Den Verein, der den offenen Jugendtreff ins Leben gerufen hat, gibt es aber noch, bestätigt der Vorsitzende Adolf Deterding. Vor mehr als zehn Jahren haben Privatleute den Verein zur Förderung der Jugendarbeit in der Samtgemeinde gegründet. Daraus entstand das Jugendcafé mit „allem drum und dran“. Ein Treffpunkt, der zweimal wöchentlich in den Räumen am Kindergarten geöffnet war. Zunächst lief es „richtig gut“, aber dann zog das Jugendcafé in neue Räume beim Hallenbad. Viele Jugendliche, die mittlerweile 18 waren, blieben weg – unter anderem, so Deterding, „weil es feste Regeln gab“: kein Alkohol, keine Zigaretten. Man überlegte, den Verein aufzulösen, entschied sich aber dagegen und dafür, Jugendlichen und Vereinen die Möglichkeit zu bieten, die Räume zu nutzen. Eine Band meldete Bedarf zum Proben an, aber trotz dieses Anziehungspunktes ergab sich nie wieder eine regelmäßige Jugendgruppe, auch wenn der Wunsch nach wie vor vorhanden sei, so Deterding. Leider fehle den Jugendlichen heute oftmals die Zeit zu regelmäßigen Terminen.

In Pollhagen haben Jugendliche selbst die Initiative ergriffen und „freiwillig“ eine Gruppe gegründet, erzählt Bürgermeister Friedrich Möller. Zusätzliche Angebote seitens der Kommune zu schaffen – das wäre bei der guten Vereinsarbeit eher kontraproduktiv und nicht sinnvoll.

Ähnlich ist es in Lauenhagen: Mit Landjugend, Kirchengemeinde und Sportverein sei die Jugendarbeit gut geregelt, sagt Gemeindedirektor Fritz Anke. Das sagt auch Gemeindedirektor Nathan Adam über Wiedensahl. Den Vereinen gelinge es immer wieder, genügend Nachwuchs zu gewinnen. Schwieriger sei es, Jugendliche zu finden, die sich ehrenamtlich in der Jugendarbeit engagieren.

Regelmäßige Jugendtreffs gibt es in der Samtgemeinde selten. In Meerbeck läuft das zum Beispiel über die Kirchengemeinde. Außerdem hat sich 2011 eine neue Dorfjugend gegründet – die Gemeinde selbst hatte dazu aufgerufen. Nach einem Start mit rund 20 Jugendlichen sei daraus ein fester Kern von acht bis 15 Leuten erwachsen, berichtet Bürgermeisterin Sabine Druschke – allerdings eher sporadisch und nicht regelmäßig.



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