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Überragende Jahresbilanz / Auch IHK und Job-Center zufrieden mit Entwicklung

Jubel bei der Kreishandwerkerschaft: Fast 30 Prozent mehr Auszubildende

Landkreis (gus). Das Job-Center Schaumburg hat eine rundum positive Jahresbilanz in puncto Arbeitslose unter 25 Jahren vorgelegt. In den Bereichen Ausbildung und Integration sind Zuwächse zu verzeichnen.

veröffentlicht am 18.12.2007 um 00:00 Uhr

Sowohl die Industrie- und Handelskammer als auch die Kreishandwerkerschaft haben ein kräftiges Plus in Sachen Ausbildung gemeldet. Am lautesten fiel der Jubel bei Kreishandwerkerschafts-Geschäftsführer Fritz Pape aus. Wer ihm für dieses Jahr 29,55 Prozent mehr Ausbildungsstellen im Vergleich zum Vorjahr prophezeit hätte, den hätte Pape für verrückt erklärt. 220 Lehrstellen wurden 2006 besetzt, 2007 stieg die Zahl auf 285. Pape wundert der Anstieg umso mehr, weil er dem Handwerk keine "rosarote Konjunktur" attestiert. Zwar sei der Aufschwung auch im Schaumburger Handwerk in Form von mehr Aufträgen angekommen. Daraus sei aber kein Zuwachs an Lehrstellen um knapp ein Drittel abzuleiten gewesen. Ein Erklärungsansatz sei, dass zahlreiche Betriebe sich nach Jahren des Einstellungsstopps Anfang 2007 neu orientiert haben. "Ich muss aber gleich Essig in den Wein gießen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das 2008 wiederholt", so Pape. Im Vergleich mit benachbarten Kreishandwerkerschaften schneidet Schaumburgüberragend ab. Der Durchschnittszuwachs an Ausbildungsplätzen im Raum Hannover betrage 11,08 Prozent. Burgdorf, Neustadt, Nienburg und Hameln-Pyrmont liegen deutlich unter dem Wert von 29,55 Prozent. Diepholz verzeichnete in diesem Jahr gar ein Minus. Der Leiter der IHK-Geschäftsstelle Stadthagen, Reinhard Winter, rechnete einen Zuwachs von 25,3 Prozent an besetzten Ausbildungsplätzen im Bereich gewerbliche Berufe vor. 95 Lehrstellen in 2006 standen demnach in diesem Jahr 119 gegenüber. In der Metalltechnik habe die Wachstumsquote 47,1 Prozent betragen. Dies ist laut Winter als Reaktion auf den Facharbeitermangel zu sehen. In kaufmännischen Berufen sind 320 anstelle von 309 Lehrstellen besetzt worden. Das entspricht einem Mehr von 3,9 Prozent. Gewerbliche und kaufmännische Berufe zusammengerechnet entspricht der Zuwachs 8,7 Prozent. Der Mittelwert in Niedersachsens Kommunen beträgt nach Worten Winters 7,4 Prozent. Ein Grund für mehr besetzte Lehrstellen sei die Nachvermittlung im Herbst. Ebenso erfreulich ist die Bilanz des Job-Centers bei der Eingliederung Arbeitsloser unter 25 Jahren. Gut 600 junge Männer und Frauen sind in 2007 fest im Erwerbsleben integriert worden. Mehr als 500 davon sind voll erwerbstätig. Jeweils rund 50 haben einen Ausbildungsplatz bekommen oder haben ein Studium beziehungsweise eine neue Schullaufbahn begonnen. Das Job-Center betreut nach Angaben des Geschäftsführers Michael Stemme 2145 Menschen unter 25 Jahren, die aus so genannten Bedarfsgemeinschaften (Familien, die von Hartz IV leben) stammen. Knapp die Hälfte sei in Maßnahmen des Job-Centers zur Integration im Arbeitsleben involviert.



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