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Firma Geldbach wehrt sich gegen Vorwürfe

Joint Venture nur eine Briefkastenfirma?

Rodenberg (bab). Der Streit zwischen den Firmen Geldbach und Euroflansch geht weiter. So widerspricht die Geldbach-Führung der Darstellung von ehemaligen Mitarbeiter, nach der die Gründung der Euroflansch (ehemals EFF) als Joint Venture angelegt war. Der damalige Geschäftsführer der Wilhelm Geldbach Piping Equipment, Norbert Jahn, habe "arglistig" die Eigentumsverhältnisse der gegründeten Firma verschwiegen.

veröffentlicht am 16.08.2008 um 00:00 Uhr

Der persönlich haftende Gesellschafter der Holding "Geldbach Handels-& Verwaltungs GmbH" (GHV) aus Gelsenkirchen, Uwe Beyer, und der Gesellschafter Norbert Geldbach haben in einem Schreiben Stellung zu dem Firmenstreit zwischen "Wilhelm Geldbach Piping Equipment" und der Firma Euroflansch (wir berichteten) in Rodenberg genommen. "Beide Firmen waren nie Partner und wollten auch nie ein Joint Venture eingehen", schreiben die Verfasser. "Der - wie wir damals dachten - größte Gesellschafter der neuen Firma war der exklusiv als Lieferant an Wilhelm Geldbach Piping gebundene Lieferant", heißt es weiter. Der Gesellschafterbeschluss zu dem Thema habe lediglich vorgesehen, diesem Lieferanten "Asyl und eine Briefkastenfirma in den Räumen der Firma Wilhelm Geldbach" zu gewähren. Zudem habe deren damaliger Geschäftsführer Jahn argumentiert, dass man damit den Lieferanten besser kontrollieren könne. Die Holding sei zu der Zeit über die Motive der Firmengründung im Unklaren gewesen. Als Vermutung hätten sie angenommen, der chinesische Akteur habe die "europäische Freihandelszone" nutzen wollen. "Alles Weitere, ebenso wie die Tatsache, dass zugleich mit der Gründung der neuen Firma der Exklusiv-Belieferungsvertrag zugunsten der neuen Firma aufgegeben wurde, verschwieg der damalige Geschäftsführer Herr Jahn", werfen Geldbach und Beyer vor. So habe Jahn auch die Eigentumsverhältnisse an der neuen Firma bis zu seinem Ausscheiden "arglistig verschwiegen". Jahn, der sich erst in der kommenden Woche zu den Vorgängen schriftlich äußern will, behauptet allerdings, er habe den Zeitungsartikel über die Gründung an das Mutterunternehmen weitergeleitet. Anfang Herbst 2006 gab Jahn offen Auskunft über die Beteiligten an dem gegründeten Betrieb. Der Presse sagte er damals, Geldbach-Qualitätsmanager Andrej Batschkowski und dessen Frau Julia Kam hielten 50 Prozent, zwei chinesische Partner zusammen ebenfalls 50 Prozent. Geldbach schreibt nun: "Die Gesellschafter im fernen Gelsenkirchen kannten nicht die Berichteüber die damalige Gründungsfeier." Deshalb habe die GHV auch nicht wissen könne, "dass die Mutter von Herrn Batschkowskis Kind die Gesellschafterin Kam war". Bei der Verwendung des Namens Batschkowski hätten die "Gesellschafter schon vorher andere Schritte unternommen", so Geldbach und Beyer.



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