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Johannesdotter: Keine Angst vorm Ruhestand

Landkreis (ssr). "Ich bin arbeitsfreudig genug weiterzumachen", antwortete Landesbischof Jürgen Johannesdotter auf Anfrage, ob er zu seinem 65. Geburtstag im kommenden Herbst in den Ruhestand geht. Und er fügte hinzu: "Aber ich habe auch keine Angst vor dem Ruhestand, für den bereits alles geregelt wäre." Die Initiative für ein Weitermachen muss laut Kirchengesetz vom Landeskirchenrat ausgehen. Dieses siebenköpfige Leitungsgremium wird auf der konstituierenden Sitzung der neuen Synode am 19. Januar gebildet.

veröffentlicht am 10.01.2008 um 00:00 Uhr

Der neue Landeskirchenrat tritt laut Bischof bereits "sehr kurzfristig" danach zusammen. Eine der vorrangigen Fragen werde die Beratungüber seine Amtszeit sein. Eine Entscheidung in dieser Frage erwarte er für die Frühjahrssynode Anfang Mai, sagte Johannesdotter. Eine deutliche Position vertritt der Bischof in der Frage, ob der Posten eines Theologischen Referenten im Landeskirchenamt bestehen bleiben soll. In den vergangenen Synodensitzung war mehrfach dessen Wegfall vorgeschlagen worden. "Ein Bischof kann nicht die ganze theologische Seite der Außenrepräsentanz, die Personalführung der Pastoren sowie die Ausbildung und Examensprüfung der Studenten alleine bewältigen - das verlangt einfach zu viel Zeit", stellte Johannesdotter klar. Johannesdotter ergänzte, Führer (59) werde im Sinne des am 28. Dezember erzielten Vergleiches - obwohl nicht mehr im Amt - "bis zu seinem vorgezogenen Ruhestand weiter bezahlt". Über den Termin des Eintritts in den Vorruhestand sei "Stillschweigen vereinbart" worden, fügte der Bischof hinzu. Der neuen Synode stelle sich imÜbrigen mit oberster Priorität die Aufgabe, fuhr der Bischof fort, die Zusammensetzung und Aufgabenverteilung des Landeskirchenamtes insgesamt neu zu regeln, "und zwar sehr schnell". Den in der Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom vergangenen Dienstag erhobenen Vorwurf, in der Führung der EKD gebe es ernsthafte Zweifel, ob die Leitung der Landeskirche derzeit verfassungsgemäß handlungsfähig sei, wies Johannesdotter zurück. Zwar sei Führer nicht mehr im Amt und der neue Präsident Sebastian Geisler trete seines erst im April an, aber: Der Präsident werde vom juristischen Mitglied im Landeskirchenrat, dem Bückeburger Rechtsanwalt Volkmar Mirsch, vertreten und Führer vom geistlichen Vertreter des Bischofs, dem Meerbecker Superintenden Hans-Bernhard Fauth.



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