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Jobbedingungen optimieren

In den vergangenen Jahren haben jährlich über 500 000 junge Männer und Frauen ein Hochschulstudium aufgenommen. Gleichwohl ist die duale Berufsausbildung nicht ins Hintertreffen geraten. Sie ist nach wie vor insbesondere für junge Menschen ohne Studienberechtigung der Königsweg in eine Erwerbstätigkeit. Die Anfängerzahlen haben sich allerdings in den vergangenen Jahren zugunsten des Studiums verschoben.

veröffentlicht am 07.06.2019 um 11:36 Uhr

Dabei wird der Wert einer Ausbildung unterschätzt. Eine Ausbildung bietet nicht nur die Chance, sich wichtige Kompetenzen anzueignen, um einen Beruf auszuüben. Vielmehr ist sie auch die zentrale Grundlage für die weitere berufliche Entwicklung.

 

Betriebe müssen in dieser Situation mehr als früher transparent machen, welche Möglichkeiten den Auszubildenden bei ihnen offenstehen. Zu bedenken ist schließlich, so unsere neueren Forschungsergebnisse: Auch wenn ein Beruf ihren Tätigkeitsinteressen entspricht, neigen viele Jugendliche – nicht selten auch auf Anraten ihrer Eltern – dazu, ihn bei ihrer Berufswahl fallenzulassen, falls er ihnen nicht genügend soziale Anerkennung zu vermitteln scheint. Ferner können unvorteilhafte Rahmenbedingungen während der Ausbildung oder ungünstige Arbeitsbedingungen weitere Gründe dafür sein, einen als interessant wahrgenommenen Beruf dennoch auszuschließen. Wollen wir in Zukunft mehr Jugendliche für Berufe mit Besetzungsproblemen gewinnen, müssen wir also die Rahmenbedingungen und Perspektiven dieser Berufe verbessern.

 



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