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Fasanenrott blickt auf ein Vierteljahrhundert zurück / Bürgermeister gratuliert mit Fahnenschmuck

Jetzt ziert ein neues Band den alten Vogel

Bückeburg (jp). In Bückeburg werden die Jubiläen gefeiert, wie sie fallen. Gerade erst wurde das Bürgerschießen 325 Jahre alt, und der einstmals selbstständige Ortsteil Knatensen konnte jüngst sogar auf 825 Jahre Geschichte zurückblicken. Jetzt erreichte das Fasanenrott im Bürgerbataillon Bückeburg sein erstes Vierteljahrhundert und feierte die 25 Jahre im Rahmen seines traditionellen Straßenfestes, das alle zwei Jahre in den Hofwiesen ausgerichtet wird.

veröffentlicht am 02.09.2008 um 00:00 Uhr

Bürgermeister Reiner Brombach (r.) hat dem Fasanenrott zum "25."

Streng genommen war es vor allem der 25. Geburtstag der Rottfahne, der an diesem Tag gefeiert wurde. Denn das Fasanenrott selbst besteht eigentlich schon wesentlich länger. Nur hieß es früher Dahlienrott und beinhaltete die Gebiete sowohl östlich als auch westlich von Georgstraße und Steinberger Straße. Aufgrund des Bevölkerungswachstums in diesen Bereichen teilte sich das Dahlienrott vor 25 Jahren in das Knatenser Rott und in das Fasanenrott. Als Erinnerung tragen die Angehörigen beider Rotts noch heute eine rote Dahlie am Anzug. "Den Namen Fasanenrott und die Fahne mit dem Fasan darauf haben wir uns damals gegeben, da sich im Gebiet der Hofwiesen die ehemalige Fasanerie des Fürsten befand", erklärte Harald Gebhardt. Er steht wie kaum ein anderer für Kontinuität im Fasanenrott: Mit einer Unterbrechung leitet er seit 25 Jahren die Geschicke des Rotts als Rottleiter. Den Entwurf für den Fasan, der vor 25 Jahren für die Fahne verwendet wurde, zeichnete übrigens der bekannte Bückeburger Kunsterzieher Herbert Klingst, der damals in den Hofwiesen wohnte. Erster Gratulant war an diesem Tag Bürgermeister Reiner Brombach, zugleich Vorsitzender des Fördervereins des Bürgerbataillons, der dem Fasanenrott ein Fahnenband überreichte. Er wünschte dem Rott, dass sich immer "mutige Männer und schöne Frauen" um die Fahne gruppierten. Wünschenswert sei es, wenn der Nachwuchs zukünftig zu mehr Engagement im Rott motiviert werden könnte: "Denn auch junge Leute sehen im schwarzen Anzug sehr gut aus." Dann könne man auch dem 50. Geburtstag in 25 Jahren beruhigt entgegen sehen. "Ihr könnt erhobenen Hauptes beim nächsten Bürgerschießen teilnehmen", gratulierte Stadtmajor Rolf Netzer zum neuen Fahnenband. Kompaniechef Peter Kohlmann nannte es höchste Lebensqualität, wenn Nachbarn gemeinsam feierten und schöne Stunden miteinander verbrächten. "Das geht aber nur, wenn Kameraden sich engagieren und Verantwortung übernehmen." Das Fasanenrott habe sich immer schon durch Gemeinsinn und Kameradschaft ausgezeichnet. Besonderes Kennzeichen laut Peter Kohlmann: "Die Damen sind hier sehr aktiv, das ist auch nicht überall im Bürgerbataillon selbstverständlich." Besonders viel Applaus erntete der Kompaniechef für die Ankündigung, die 1. Kompanie werde den Finanzierungsanteil des Fasanenrotts für das Fahnenband übernehmen.

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