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Museumserweiterung: Bis Ende Mai will die N-Banküber die Vergabe der EU-Mittel entscheiden

Jetzt warten alle auf den Bescheid aus Hannover

Bückeburg (rc). "Wir haben eine erste wesentliche Hürde genommen und können jetzt schon in die wesentlichen planerischen Schritte einsteigen, um Ende d es Jahres mit dem Erweiterungsbau beginnen zu können." Deutlich erleichtert zeigte sich gestern Morgen der Vorsitzende des Hubschrauberzentrums, Wolfgang Raschke, im Rahmen eines Pressegespräches im Rathaus über die an den Vortagen getroffenen Entscheidungen von Stadt und Kreis. Mit ihren Zusagen über Zuschüsse in Höhe von 100 000 Euro (Bückeburg) und insgesamt 275 000 (Landkreis) sicherten die beiden Kommunen die endgültige Finanzierung des Erweiterungsbaus des Hubschraubermuseums auf der Seite der privaten Geldgeber und Sponsoren.

veröffentlicht am 20.03.2008 um 00:00 Uhr

Noch werben auf der Erweiterungsfläche ein bunter Bauzaun und ei

Bei der Finanzierung auf der anderen Seite - den beantragten 50 Prozent der Gesamtinvestitionssumme von exakt 2,509800 Millionen Euro - hängt nun alles von der Entscheidung der N-Bank ab. Die Investitionsbank des Landes Niedersachsen hat über die Vergabe der EU-Mittel zu entscheiden. Bis Ende Mai soll der Bescheid aus Hannover vorliegen. Und dass dieser positiv ausfällt, da sind Raschke als auch Bückeburgs Bürgermeister Reiner Brombach zuversichtlich. "Es gibt durchaus positive Signale seitens der N-Bank." Alle formalen Kriterien wie die überregionale Bedeutung, das Alleinstellungsmerkmal und die Verbesserung der touristischen Infrastruktur seien mit dem Hubschraubermuseum gegeben; die Oberfinanzdirektion habe die Wirtschaftlichkeit geprüft und - bis auf einige kleinere Anregungen - für gut befunden; mit der Zusage für die letzten Gelder ist die letzte Finanzierungslücke geschlossen. Raschke machte deutlich, dass die Finanzierung des 50-prozentigen Anteils des Hubschrauberzentrums ein Balanceakt gewesen ist. Denn eine der EU-Vergaberichtlinien sieht vor, dass die Hälfte des Eigenanteils des Museums wiederum aus der öffentlichen Hand kommen muss, also von Kommunen und Stiftungen. Jede Zusage der Industrie musste auf der anderen Seite mit Zusagen von Stiftungen oder Kommunen ausgeglichen werden. Letztendlich finanziere die öffentliche Hand das Gesamtprojektmit 75 Prozent, räumten Raschke und Brombach ein. Bei Museen oder anderen größeren Kulturprojekten sei das aber seit Jahrzehnten üblich. Bei der Finanzierung ist das Konzept auf knapp gestrickt. "Rücklagen, um unverhoffte Dinge auszugleichen, haben wir nicht." Um Sicherheit zu haben, soll das Projekt nach Möglichkeit an einen Generalunternehmer vergeben werden: mit einer Festpreisgarantie. Die letztendliche Auftragsvergabe will sich allerdings der Vorstand vorbehalten. "Wir wollen wissen, was passiert." Voraussichtlich wird das Vorhaben europaweit ausgeschrieben werden müssen - auch, weil die EU-Mittel fließen. Das Hubschrauberzentrum sei ein gemeinnütziger Verein, der keine Gewinne machen dürfe. Jedes Jahr schaffe das Museum eine schwarze Null, eine Leistung im Vergleich mit anderen Museen. Die Festpreisgarantie ist auch erforderlich, weil einige Sponsoren ihre Zusagen nur unter Vorbehalt gegeben haben: Geld gibt es nur, wenn das Projekt seriös und zuverlässig über die Bühne geht. Gegenüber den Sponsoren gelte es nun, diese Vorbehalte aufzuheben, machte Rasche einen wesentlichen Teil der Arbeit deutlich, die in den kommenden Wochen noch ansteht. Innerhalb des zehnköpfigen Vorstandes soll ein Bauausschuss gebildet werden, der das Projekt federführend umsetzt. Insgesamt beteiligten sich an der Finanzierung 21 Firmen, vier Stiftungen (Niedersachsen-Stiftung, Sparkassen-Stiftung, Niedersächsische Lottostiftung und die Klosterkammer Hannover) sowie Landkreis Schaumburg und Stadt Bückeburg. Besonders hob Raschke das Engagement des Generals der Heeresflieger, Brigadegeneral Richard Bolz, des Präsidenten des Hubschrauberzentrums, Ralf Barnscheidt, und der Landtagabgeordneten Friedel Pörtner (CDU) und Heiner Bartling (SPD) hervor, die wesentliche Türen geöffnet haben: "Ihnen allen gebührt unser Dank."



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