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Jetzt sollen die Lauenförder entscheiden

Lauenförde (fhm). „Die Frage ist zu wichtig, das sollen die Menschen entscheiden.“ Drei bekannte Bürger des Fleckens Lauenförde aus drei Parteien haben am Donnerstagabend ein Bürgerbegehren angestoßen, um über die Einheitsgemeinde zu entscheiden.
 Seit Monaten wird intensiv in der Samtgemeinde Boffzen darüber diskutiert, ob aus den vier selbstständigen Gemeinden Fürstenberg, Derental, Lauenförde und Boffzen eine Einheitsgemeinde werden soll.

veröffentlicht am 31.07.2009 um 16:30 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 07:21 Uhr

lauenförde
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Lauenförde (fhm). „Die Frage ist zu wichtig, das sollen die Menschen entscheiden.“ Drei bekannte Bürger des Fleckens Lauenförde aus drei Parteien haben am Donnerstagabend ein Bürgerbegehren angestoßen, um über die Einheitsgemeinde zu entscheiden.
 Seit Monaten wird intensiv in der Samtgemeinde Boffzen darüber diskutiert, ob aus den vier selbstständigen Gemeinden Fürstenberg, Derental, Lauenförde und Boffzen eine Einheitsgemeinde werden soll.
 Annegret Gauding, Karl-Heinz Schäfer und Charlotte Garbe haben bei der Gemeinde beantragt, ein Bürgerbegehren mit der Frage „Soll der Flecken Lauenförde mit den Mitgliedsgemeinden Boffzen, Derental und Fürstenberg eine Einheitsgemeinde bilden?“ durchzuführen. 220 Unterschriften werden für das Bürgerbegehren benötigt, nach 24 Stunden haben die Initiatoren schon über 110 zusammen.
 „Die Bürger sollen über dieses wichtige Thema selbst entscheiden“, sagt Charlotte Garbe. „Die Resonanz ist schon am Anfang sehr stark“, freut sie sich und ist wie ihre Mitstreiter optimistisch, die Stimmenzahl möglichst schnell zusammen zu tragen, um die Abstimmung vielleicht schon bei der Bundestagswahl durchführen zu können.
 Die Drei haben bewusst als Bürger, nicht als Vertreter ihrer Parteien die Initiative gestartet. „Auch in den Parteien wird intensiv über dieses Thema diskutiert“, berichtet Annegret Gauding, die für die SPD an führender Position im Kreistag, Samtgemeinde- und Fleckenrat sitzt. Karl-Heinz Schäfer, CDU-Fraktionsvorsitzender und stellvertretender Bürgermeister in Lauenförde, sieht seinen Heimatort in einer schwierigen Position. „Die geschichtliche Entwicklung, die Beziehung nach Westfalen, die generelle Ausrichtung der zukünftigen Kommunalpolitik spielen gewichtige Rollen in der Diskussion.“
 Vor dem Hintergrund knapper werdender Finanzmittel und des demografischen Wandels werde es zunehmend schwieriger, die stetigen kommunalen Aufgaben der Samtgemeinde und ihrer Mitgliedsgemeinden auch künftig erfüllen zu können, so Gauding. Deshalb müsse man handeln und die vorhandenen Verwaltungsstrukturen neu ausrichten, um kostengünstiger und effektiver wirtschaften zu können.
 Die Samtgemeinde Boffzen hatte ein Gutachten in Auftrag gegeben, um zu prüfen, welche Möglichkeiten der Zusammenschluss des Flecken Lauenförde und der übrigen Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde zu einer Einheitsgemeinde bieten würde. Das Gutachten wurde in allen Mitgliedsgemeinden vorgestellt mit dem Ergebnis, dass bei einer Einheitsgemeinde ein Einsparpotenzial von bis zu 120 000 Euro pro Jahr zu erreichen ist.

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