weather-image
14°
"Auf der Höhe": Neuer B-Plan, neues Auslegen

Jetzt soll ein Kompromiss denÄrger schlichten

Bückeburg (rc). Für die umstrittene Erweiterung des Baugebiets "Auf der Höhe" in Petzen gibt es nach einem Gespräch zwischen betroffenen Anliegern, Bürgermeister und Bauamt einen Kompromiss. Die Stadt wird zwar die Erweiterung weiter vorantreiben, hat aber eine Stichstraße so verlegt und verbreitert, dass die Anlieger kaum noch betroffen sind. Außerdem wird eine Mindestgrundstücksgröße von 650 Quadratmetern festgelegt, so dass maximal nur noch vier Bauplätze ausgewiesen werden. Auch Firsthöhen und Baugrenzen wurden neu festgelegt.

veröffentlicht am 14.06.2007 um 00:00 Uhr

Der Streit hatte sich daran entzündet, dass die Anlieger ihre Grundstücke im Randbereich gekauft hatten, um dort an der unmittelbaren Grenze zur geplanten Erweiterungsfläche des Friedhofs möglichst wenig Nachbarn zu haben. Dafür hatten sie nach eigenen Angaben an den Erschließungsträger auch höhere Quadratmeterpreise gezahlt. Inzwischen teilte die Kirchengemeinde mit, dass sie die Erweiterungsflächen nicht mehr benötigt, so dass diese Fläche dem Baugebiet zugeschlagen wird. Bereits zweimal hatte der Bau- und Umweltausschuss dieöffentliche Auslegung des Bebauungsplans beschlossen. Jedes Mal hagelte es massive Bedenken und Einwände seitens der Nachbarn. Nun fasste der Ausschuss einstimmig den dritten Auslegungsbeschluss. Auch nach dem Gespräch sind die Anlieger nach wie vor gegen jegliche Bebauung, "Wir müssen abwarten, was die erneute Auslegung bringt", sagte Baufachgebietsleiter Karlheinz Soppe. Seitens der Verwaltung sei dabei "alles mögliche getan" worden, um die Nachbarschaft zu schützen. Ein reines Wohngebiet sei hinnehmbar. Der CDU-Ratsherr Malte Bolanz wies angesichts der geplanten Neuaufstellung des Flächennutzungsplans (wir berichteten) darauf hin, dass solche Diskussionen künftig bei allen Anwohnern zu erwarten seien, an deren Grundstücksgrenzen neue Baugebiete ausgewiesen werden sollen. "Diese Diskussion haben wir jedes Mal, wenn wir Neuausweisungen planen", entgegnete Soppe. Das Problem bei "Auf der Höhe" sei, dass hier innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums Änderungen im B-Plan vorgenommen werden müssten. Der Ausschussvorsitzende Bernd Insinger (SPD) erinnerte daran, dass es auch schon bei der Aufstellung von "Auf der Höhe" Proteste seitens der Bewohner des angrenzenden Neubaugebiets "Auf dem Plasse" gegeben hatte, die vor allem zuviel Verkehr in ihren Wohnstraßen befürchteten. Heute ist alles still.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare