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Bundesleserkonferenz – hinterfragen Sie mit uns die Spitzen der großen Politik

Jetzt sind Sie dran

In 80 Tagen geht es nicht um die Welt, aber um Deutschland. Ende September werden 61,5 Millionen Deutsche den neuen Bundestag wählen können, ihre Abgeordneten bestimmen, ihr Votum für die künftige Regierung abgeben, ihren Teil Verantwortung für die Politik in Deutschland tragen. Und ja, es ist ein gutes Stück Verantwortung, das den Menschen in diesem Lande in die Hände gelegt worden ist, das demokratischste Werkzeug, das man sich nur vorstellen kann: das Volk wählt.

veröffentlicht am 05.07.2017 um 11:51 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:22 Uhr

Thomas Thimm

Autor

Stv. Chefredakteur zur Autorenseite

Über die Berliner Politik ist zwischen Nordsee und Alpen viel debattiert und auch lamentiert worden in den letzten Monaten und Jahren, in den unsozialen Medien meist gepaart mit Politikerprügel und Medienschelte. Da schlagen Greti und Pleti um sich, als ob es dabei etwas zu gewinnen gäbe und derjenige, der am bösesten draufhaut, der Beste oder noch besser der Allwissende wäre. Man gut, dass eine parlamentarische Demokratie anders funktioniert. Man gut, dass sich eine Demokratie emotionale und auch verblendete Ausreißer an den Rändern durchaus leisten kann. Demokratie muss das aushalten können. Und sie wird das aushalten.

Gott sei Dank kann die Demokratie sogar noch viel mehr: Sie zeigt – wie in Großbritannien beim Brexit-Votum geschehen – jungen Wählern, wie wichtig es ist, sein Wahlrecht auch wahrzunehmen und nicht einfach wegzuschenken. Und sie zeigt – wie gerade in Frankreich beim Macron-Wahlsieg geschehen – einem ganzen Kontinent, dass gemäßigte Kluge auch als Newcomer eine Chance haben. In jedem Fall erlaubt uns unsere Demokratie offene, lebendige, kreative und provokante Diskussionen um Ansichten und Argumente. Das Beste daran ist: Hier darf jeder in respektvollem Umgang sagen, was er denkt, und niemand wird unterdrückt.

Sie denken, dies sei doch alles selbstverständlich? Nein. Das ist es nicht. Und deshalb gehört es auch zur Demokratie, dass man jeden Tag um genau diese Freiheit kämpft. Das Öffnen eines breiten Spektrums an Informationen, das kritische Hinterfragen, die freie Meinungsäußerung – all das gehört zu diesem Kampf. So machen es die 333 Tageszeitungen in Deutschland Tag für Tag. Deutschland ist ein Zeitungsland und in dieser Tradition übernehmen wir als Zeitung im Weserbergland unsere Aufgabe zur Information, zur Orientierung und zur Meinungsäußerung.

Mit Blick auf die Bundestagswahl im September schaffen wir als regionale Tageszeitung im Verbund mit 34 anderen Titeln eine neue Diskussionsplattform: Die Bundesleserkonferenz wird den Spitzenkandidaten der Parteien kritisch auf den Zahn fühlen. An der Aktion „Was wir schon immer von denen wissen wollten“ sollen vor allem unsere Leser teilhaben. Ob nun Martin Schulz, Alexander Gauland, Christian Lindner, Cem Özdemir oder Sarah Wagenknecht – wir laden Sie, liebe Leser, ein, Ihre Fragen zu stellen. Das darf man getrost Basisdemokratie nennen.



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