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Künftige Ziele für Buchholz 2007/2008 vorgestellt / Schikanen am Ortsein- und -Ausgang im Gespräch

Jetzt nimmt die WiB die Raser ins Visier

Buchholz (tw). Der Slogan klingt selbstbewusst: "Ein Jahr Wählergemeinschaft in Buchholz - die Erfolgsstory geht weiter." Unter dieser Überschrift hat der Vorstand um WiB-Chef Rolf Milewczek, Vize-Chefin Gudrun Spiller und Sprecher Hartmut Krause auf einer Pressekonferenz die Ziele der Gemeinschaft für 2007/2008 vorgestellt.

veröffentlicht am 15.09.2007 um 00:00 Uhr

Sprecher: Hartmut Krause

Ganz oben auf der Agenda: Maßnahmen, die dafür sorgen sollen, dass auf Bückeberg- und Bahnhofstraße künftig nicht mehr gerast werden kann. Denn: "Besonders in den Abend- und Nachtstunden gibt's viele aus Richtung Obernkirchen kommende Fahrer, die am Ortseingang nicht vom Gas gehen", befindet Spiller. Um Klarheitüber Art, Größe und Geschwindigkeit dieser Fahrzeuge zu erhalten, soll in Kürze das mobile Messgerät der Samtgemeinde, auf einer Straßenlampe montiert, an der L 442 für die Dauer einer Woche zum Einsatz kommen; es "blitzt" zwar nicht, registriert aber anonym alle Fahrzeugbewegungen - auch die der Temposünder. Ein gleicher Einsatz ist auch an der Bahnhofstraße geplant. Auf Basis der Daten will die WiB, die im Rat gemeinsam mit CDU-Einzelkämpfer Reimund Möller die Mehrheitsgruppe bildet, Gegenmaßnahmen ankurbeln. "Denkbar", so Krause, "sind Fahrbahnverschwenkungen (Schikanen) am Ortsein- und -Ausgang". Sie sollen bewirken, dass Autofahrer nicht erst in der Mitte des Ortes den Fuß auf die Bremse setzen. Geht's nach der WiB, sollen die Arbeiten in Angriff genommen werden, wenn die Risse im Asphalt beseitigt werden, die sich am oberen Teil der Bückebergstraße gebildet haben. "Alternativ", sagt Krause, "ist auch das Aufstellen einer ,intelligenten' Ampel denkbar, die nur beim Einhalten der Geschwindigkeit Grün zeigt." Allerdings weiß die WiB, dass diese Lösung vielen Anwohnern nicht schmecken wird: die nämlich fürchten verstärkten Lärm und Abgase beim Anfahren der Fahrzeuge. Zahlen müsste die Schikanen respektive die Ampel das Land. Weil das aber bekanntlich kein Geld hat, kann sich die WiB - eventuell - "vorstellen", dass die Gemeinde die Kosten trägt, um den Ort für Bürger sicherer zu machen. Apropos Straßenlaternen: Weil mit moderner Technik laut E.ON bis zu 25 Prozent Energie gespart werden kann, möchte die Wählergemeinschaft die alten Leuchtmittel austauschen und gegen neue ersetzen. Die Kosten sollen 8000 Euro plus Mehrwertsteuer betragen. Angenehmer Nebeneffekt: "Das Licht", sagt Krause "brennt dann gelb - und heller". Auch das Thema "Jugendarbeit" will die WiB besetzen. "Ab 2008", sagt Milewczek, "soll's auch für über 12-Jährige Angebote geben: Streetball-Turniere, Schools out- und Pool-Partys sowie Zeltlager am Schützenhaus". Kommt hinzu: Bei der Ferienspaßaktion 2008 möchte die Wählergemeinschaft Kindern, Jugendlichen und Familien die 10er Eintrittskarten ins Freibad Rolfshagen finanziell bezuschussen. Bereits ab Herbst 2007 will die Wählergemeinschaft zudem einmal im Monat ein Angebot für die Senioren des Ortes offerieren. Stichwort "Portugall": Von den 22 Grundstücken sind gerade mal elf bebaut; für zwei weitere gibt's laut Krause Interessenten. "Zu wenig", befindet die WiB. Deshalb soll 2008 "unbedingt" die Internetseite des Ortes fertig sein. Auf ihr soll nach dem Willen der Wählergemeinschaft das Baugebiet, sollen aber auch die Buchholzer Baulücken beworben werden; einen Mausklick weiter werden Interessenten Ansprechpartner genannt. Gestaltet werden soll die Buchholzer Homepage durch einen Profi; Geld für dessen Arbeit will die WiB im Haushalt einplanen. Andere Programmpunkte sind für die WiB Selbstverständlichkeiten, die eigentlich keiner weiteren Erwähnung bedürfen. In Kürze: kein Erhöhen der Grund- und Gewerbesteuer; Sauberhalten des Ortes; Umwelt- und Hochwasserschutz; Fördern der Vereine sowie der Dorfgemeinschaft - Letzteres mit einem weiteren "Historischen Spaziergang" und einem neuerlichen Bouleturnier. Übrigens: Die WiB, 2006 mit 15 Köpfen gestartet, ist mit inzwischen 30 zur an Mitgliedern stärksten politischen Kraft in Buchholz geworden - "und das, ohne dass wir bislang groß für die Wählergemeinschaft Reklame gemacht haben", betont Milewczek. Da er das Potenzial in Buchholz aber weit größer einschätzt, will der Vorstand in Kürze 400 zeitlose Werbeflyer drucken lassen und zu den zahlreichen WiB-Veranstaltungen auslegen.

Vize-Chefin: Gudrun Spiller
  • Vize-Chefin: Gudrun Spiller
Chef: Rolf Milewczek
  • Chef: Rolf Milewczek


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