weather-image
18°
Im Stadtverband ohne Gegenstimmen nominiert / Keine weiteren Bewerber / 19 Genossen kandidieren für den Stadtrat

Jetzt ist es offiziell: SPD schickt Oliver Schäfer ins Rennen

Obernkirchen/Krainhagen (sig). Oliver Schäfer hat die zweite Hürde genommen. Nachdem ihn eine "Findungskommission" zum Kandidaten für die bevorstehende Wahl des ersten hauptamtlichen Bürgermeisters der Bergstadt erkoren hatte, wurde diese Entscheidung am Freitagabend in einer Mitgliederversammlung seines Stadtverbandes ohne Gegenstimmen bestätigt. Erster Gratulant war der innenpolitische Sprecher der SPD im Bundestag, Sebastian Edathy.

veröffentlicht am 24.04.2006 um 00:00 Uhr

Der Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy (r.) gratuliert dem f

"Ich fühle mich eingebunden in die Tradition der sozialdemokratischen Bürgermeister dieser Stadt wie Ludwig Gundlach, Walter Warnecke und Adolf Bartels, und die haben sehr große Fußstapfen hinterlassen", erklärte der 38-jährige Bankkaufmann nach der geheimen Abstimmung, bei der 43 Mitglieder des Stadtverbandes für den Kandidaten stimmten, drei enthielten sich. Ein Stimmzettel war ungültig. Zweifel an seiner Wahl gab es schon im Vorfeld nicht, und es war weit und breit auch kein Mitbewerber zu sehen. Aber natürlich spielte für das Vertrauensverhältnis zwischen seiner Partei und ihm auch das Ergebnis der Abstimmung eine wichtige Rolle. Schäfer: "Ich habe mir meine Entscheidung nicht leicht gemacht und mich mehrfach gefragt, ob das der richtige Weg ist. Es war mir wichtig zu wissen, was meine Familiedazu sagt. Wie verhält sich mein derzeitiger Arbeitgeber? Bekomme ich berufliche Probleme? Das ist erfreulicherweise nicht der Fall." In seinem kurzen Statement machte der Bürgermeisterkandidat deutlich, dass er mit einer handlungsfähigen sozialdemokratischen Mehrheit im Stadtrat seine Aufgaben wahrnehmen möchte. "Ich will mir nicht für jede anstehende Entscheidung eine neue Mehrheit suchen", formulierte er seine Hoffnungen zu den Kommunalwahlen im September. Seine programmatischen Ziele wolle er mit den Vorstandsmitgliedern des Stadtverbandes, den Spitzen der Ortsvereine und den anderen Kandidaten der SPD besprechen, erklärte Schäfer. Abgesehen von der notwendigen Verbesserung der Finanzlage der Stadt erhält bei ihm das Thema "Bildung" eine Vorrangstellung. Es sei immer wieder zu hören, dass der Bildungsstand in Obernkirchen zu niedrig sei; es gebe zu viele Hauptschüler und nur wenig Gymnasiasten, bilanzierte der Bürgermeisterkandidat. Es müsse schon im Kindergarten für gute Startchancen gesorgt werden. Schäfer plädierte für die Einführung der Ganztagsschule. Allerdings dürfe die zusätzliche Zeit nicht mit "Aufbewahren und Betreuen" ausgefüllt werden, sondern vielmehr mit sinnvollen schulischenAngeboten. Als wichtig und förderungswürdig stufte er die Arbeit der städtischen Jugendpflege und des Jugendzentrums ein, ebenso die sozialen kirchlichen Einrichtungen sowie den Spielkreis. Das gelte auch für alles, was in der Bergstadt ehrenamtlich geleistet wird - vom Sonnenbrinkbad über dieInfo-Galerie bis zur städtischen Bücherei. "Ich will auch die Kontakte zur heimischen Wirtschaft und dort sowohl zu den großen als auch zu den kleineren mittelständischen Unternehmen pflegen und Obernkirchen fit sowie zukunftsfähig machen für den Wettbewerb mit anderen Kommunen", fasste Schäfer zusammen. Der Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy fügte hinzu: "Nichts kommt von selbst, hat Willy Brand einmal gesagt. Wir müssen für unsere Ziele kämpfen, aber wir sind die stärkste Partei und wollen auch in Obernkirchen wieder die stärkste Fraktion stellen." Ohne längere Diskussion wurde anschließend die 19 Bewerber enthaltende Kandidatenliste für den Stadtrat verabschiedet. Sie wird angeführt von Oliver Schäfer, Wilhelm Mevert und Kirsten Battaglia. Auf den nächsten Plätzen folgen: Thomas Mittmann, Karl-Heinz Struckmeier, Ilka Ostermeier-Neumann, Jörg Hake, Werner Harder, Heinz Bruns, Angela Beckmann, Bernhard Gläser, Manfred Essmann, Florian Heidtmann, Peter Brandt, Reinhard Groß, Torsten Watermann, Hans-Jürgen Puttler, Gerd Konczak und Gerd Nitz. Für den Kreistag kandidieren auf der gemeinsamen Liste von Nienstädt, Obernkirchen und Auetal aus der Bergstadt: Ilka Ostermeier-Neumann (Platz 2), Wilhelm Mevert (5), Werner Harder (8) und Jörg Haake (11).

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare