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Warum Christstollen früher tranig schmeckten und Gewürzkuchen auf dem Wochenmarkt so lecker ist

Jetzt ist die Zeit reif für eine süße Verführung

Hameln (kar). Endlich ist es knackig kalt, es wird Winter. Und mit den frostigen Temperaturen, wächst auch die Lust auf Glühwein, Stollen, Lebkuchen und Weihnachtskekse. Gebäck gehört zum Advent wie Christbaum und Kerzenlicht zum Fest. Und am Stollen kommt man jetzt einfach nicht vorbei. Er ist das bekannteste Weihnachtsgebäck mit der wohl längsten Tradition in Deutschland. Mindestens seit 1329 gibt es ihn: In jenem Jahr erhielt nämlich Bischof Heinrich in Naumburg an der Saale einen Stollen als Weihnachtsgabe.

veröffentlicht am 02.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 16.03.2010 um 11:39 Uhr

Hameln (kar). Endlich ist es knackig kalt, es wird Winter. Und mit den frostigen Temperaturen, wächst auch die Lust auf Glühwein, Stollen, Lebkuchen und Weihnachtskekse. Gebäck gehört zum Advent wie Christbaum und Kerzenlicht zum Fest. Und am Stollen kommt man jetzt einfach nicht vorbei. Er ist das bekannteste Weihnachtsgebäck mit der wohl längsten Tradition in Deutschland. Mindestens seit 1329 gibt es ihn: In jenem Jahr erhielt nämlich Bischof Heinrich in Naumburg an der Saale einen Stollen als Weihnachtsgabe. Das Gebäck fiel damals noch ziemlich mager aus, war es doch für das christliche Adventsfasten gedacht. Es enthielt weder Butter noch Milch, wurde nur aus Wasser, Hafer und Rüböl geknetet. Entsprechend tranig war sein Geschmack. Das ist zum Glück Schnee von gestern: Mit den vielen gehaltvollen, würzigen Zutaten sind Stollen inzwischen sehr lecker und eine süße Verführung zur Adventszeit, die man sich einfach mal gönnen muss.

Heute besteht das Traditionsgebäck, das in seiner Form an das gewickelte Christkind erinnern soll, aus schwerem Hefeteig, enthält auf 10 kg Mehl mindestens 3 kg Butter oder Margarine und 6 kg Trockenfrüchte – ausschließlich Rosinen, Sultaninen oder Korinthen sowie Zitronat und Orangeat. Alles Weitere ist Geschmackssache und eine Frage der Fantasie. Der bekannteste Stollen ist der Dresdner, es gibt aber auch Mandel-, Marzipan-, Quark- Champagner-, Rotwein- und Nuss-Stollen.

Zwar findet man nicht alle diese Variationen auf dem Wochenmarkt, aber doch eine schöne Auswahl. Und überdies noch viele weitere appetitliche Adventskreationen heimischer Bäcker. Norbert Honeck von der gleichnamigen Bio-Bäckerei aus Winzlar, dessen nostalgischer blauer Marktwagen immer von Kunden umlagert ist, bietet einen Stollen aus Dinkelmehl mit Marzipan, Schokostückchen und Rotwein-Rosinen an. „Dazu gibt’s samstags bei mir heißen Pfefferminztee mit Zitrone“, sagt der Bäcker vom Steinhuder Meer. Passt nicht? Aber klar! Die Kombination ist perfekt. Einfach mal probieren. Ein Gaumen- und Augenschmaus ist Honecks Bio-Gewürzkuchen mit Dinkel und Gewürzen wie Kardamom, Zimt, Nelken „und ein bisschen Pfeffer“, verrät Honeck. Alles andere bleibt sein Geheimnis. Ein Stück kostet 1,50 Euro.

Bei der Landbäckerei Jürgen Scholz findet man neben Meister- und Mandelstollen auch kleine und große Lebkuchenfiguren für 1 bis 1,75 Euro. Die Zimtsterne, Schaum- und Mürbeteigkekse sind nach eigenem Rezept gebacken und enthalten viele würzige Zutaten. Keksproben gibt’s hier kostenlos am 12. Dezember.

Wie ein Stern sind die Mini-Stollen bei der Landbäckerei Hakenbeck geformt und mit Zuckerguss und Mandeln verziert. Ein Stern kostet 1,30 Euro. Wer mag, bekommt dort auch weihnachtliche Doughnuts mit Schokoglasur oder Zuckerguss und winzigen Sternchen. Ein Doughnut kostet 70 Cent. Schmeckt sehr lecker zum Kaffee!



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