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Erster Radkurs für Frauen aller Kulturen erfolgreich: Integrationsprojekt soll auch im kommenden Jahr kostenlos angeboten werden

Jetzt fühlen sie sich fit auf zwei Rädern und flitzen sicher los

Hameln. „Der große Unterschied zwischen Grundschülern, die in der Verkehrsschule ausgebildet werden, und den Teilnehmerinnen ohne Vorkenntnisse ist die Angst zu stürzen. Nachdem diese Angst nach der dritten Unterrichtseinheit überwunden war, ging es schlagartig voran.

veröffentlicht am 13.10.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 07:21 Uhr

Hameln. „Der große Unterschied zwischen Grundschülern, die in der Verkehrsschule ausgebildet werden, und den Teilnehmerinnen ohne Vorkenntnisse ist die Angst zu stürzen. Nachdem diese Angst nach der dritten Unterrichtseinheit überwunden war, ging es schlagartig voran. Jetzt am Ende des Kurses verlassen hier Frauen die Verkehrsschule, die sicher Rad fahren können“, resümiert Polizeihauptkommissar Andreas Hinz mit Blick auf die im Kurs vermittelten motorischen Fähigkeiten. Sie lernten, Gleichgewicht zu halten und Straßenverkehrsregeln zu beachten. Nun brausen sie stolz vorbei und genießen ihre umweltfreundliche Mobilität.

Vor wenigen Tagen endete der erste Fahrradkurs für Frauen mit Migrationshintergrund im Landkreis Hameln-Pyrmont. Den sportlichen Abschluss des fünfmonatigen Integrationsprojektes mit zehn Unterrichtseinheiten bildete eine Abschlussfahrt aller Teilnehmerinnen mit Vertretern des Integrationsbüros für Migration im Landkreis Hameln-Pyrmont beim Paritätischen, Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden, Verkehrswacht Stadt Hameln und Kriminalpräventionsrat der Stadt Hameln.

So verließen zum offiziellen Ende des Fahrradkurses für Frauen aller Kulturen 18 Frauen unterschiedlicher Kulturen die Jugendverkehrsschule am Rennacker und unternahmen eine kleine Radtour auf öffentlichen Straßen und Wegen. Angeführt wurden die Radlerinnen dabei von Polizeihauptkommissar Andreas Hinz. Der Verkehrssicherheitsexperte der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden trainierte die Teilnehmerinnen in seiner Funktion als Fahrradtrainer der Verkehrswacht Hameln und wurde dabei durch Brigitte Hörnicke von der Kreisverkehrswacht unterstützt.

Dr. Feyzullah Gökdemir vom Integrationsbüro betrachtet den Fahrradkurs für Frauen aller Kulturen zudem noch aus einem anderen Blickwinkel: „Unser Ziel war es auch, die Mobilität der Teilnehmerinnen zu stärken und die Lebensqualität der Frauen zu fördern.“ Im Kurs wurde schnell deutlich, dass sich sehr viele Teilnehmerinnen wünschen, gemeinsam mit ihren Familien und vor allem mit ihren Kindern auszuradeln. Den gemeinsamen Ausfahrten steht nun nach dem Fahrradkurs nichts mehr im Wege, zumal einige Teilnehmerinnen sich während des Kurses auch schon ein Rad gekauft haben, wie sie berichteten.

„Das Angebot stieß bei der Zielgruppe auf großes Interesse. Begonnen haben wir mit 36 Teilnehmerinnen. Nachdem einige Wiedereinsteiger den Kurs zur Sommerpause verlassen konnten, radelten 18 Teilnehmerinnen (zu Beginn noch ohne Erfahrungen auf dem Rad) bis zum Ende mit“, berichtet Jörn Schedlitzki, Mitglied im Kriminalpräventionsrat der Stadt Hameln, und gibt bekannt: „Für das Frühjahr 2012 ist ein weiterer Fahrradkurs für Frauen aller Kulturen geplant. Wir beabsichtigen, den Radkurs in das von der Stadtverwaltung initiierte Netzwerk ,Hameln in Bewegung‘, einem Projekt zur Stärkung der Bewegungskultur in Hameln, einzubringen und so finanziell fördern zu lassen. Dann könnte der Kurs auch weiterhin kostenlos angeboten werden.“



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