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TÜV-Station zieht Bilanz / Defekte Beleuchtung Hauptmangel / Viele Autos laufen 300 000 Kilometer

Jedes achte Auto hat erhebliche Mängel

Landkreis (ej). Fast 13 Prozent der Fahrzeuge, die im vergangenen Jahr in der Stadthäger TÜV-Station einer Hauptuntersuchung unterzogen wurden, hatten erhebliche Mängel und mussten repariert und gewartet werden, bevor sie die begehrte TÜV-Plakette bekamen. Das hat Hans-Heinrich Schütte, Leiter der TÜV-Station, mitgeteilt. Vor allem Mängel an der Beleuchtungsanlage nehmen stetig zu, stellte der Sachverständige fest. Die Anzahl der in Stadthagen untersuchten Autos mit erheblichen Mängeln liegt aber noch deutlich unter dem Bundesschnitt (etwa 19 Prozent). Grund sei der höhere Neuwagenanteil in Schaumburg, so Schütte.

veröffentlicht am 17.02.2007 um 00:00 Uhr

Seinen Augen entgeht nichts: Hans-Heinrich Schütte, Leiter der S

Immerhin 57,1 Prozent aller 10 000 in Stadthagen geprüften Fahrzeuge wiesen gar keine Mängel auf und fuhren im Top-Zustand bei der TÜV-Station vor. Geringe Mängel hatten hingegen 30,3 Prozent. Die Zahl der Autos mit geringen und erheblichen Mängeln sei aber weiterhin zu hoch. "Viele Menschen sparen in Zeiten knapper Kassen scheinbar an der Wartung ihrer Autos", vermutet Schütte. Doch gerade diese sollten regelmäßig gewartet werden. Auch Neuwagen wiesen bei der ersten Hauptuntersuchung nach drei Jahren bereits zum Teil erhebliche Laufleistungen auf. Zwar böten gehobene technische Standards und Einrichtungen wie Airbags, ESP und ABS ein Plus an Sicherheit, "doch auch diese Bauteile müssen richtig funktionieren", erklärte Schütte. Ihr bloßes Vorhandensein entbinde Autobesitzer nicht von der Verantwortung, ihr Fahrzeug verkehrssicher zu halten. In der Gesamtstatistik rangieren die Mängelgruppen rund um Licht und Bremse ganz oben. Auf den weiteren Plätzen folgen Umweltbelastungen, und Probleme mit Achsen, Rädern, und der Sicht. Erschreckend sei, dass die Fahrzeugbesitzer immer nur das Nötigste reparieren. Schütte nennt das den Zahnarzteffekt: "Dort geht man ja auch nur hin, wenn man es vor Schmerzen nicht mehr aushält." Das Geld sitze eben nicht mehr so locker. "Autofahren wird immer teurer. Kein Wunder also, dass viele ihre Fahrzeuge immer länger fahren." Laufleistungen von weit mehr als 300 000 Kilometern seien keine Seltenheit mehr. Während der zahlreichen Hauptuntersuchungen ist Schütte aber noch eines aufgefallen: Der Umweltaspekt spielt zunehmend eine Rolle. Immer mehr Schaumburger interessieren sich für alternative Kraftstoffe, vor allem Nachrüstungen auf Flüssiggas sieht Schütte jetzt häufiger. Auch die Einführung einer so genannten Umweltplakette ab März zeige, dass langsam umgedacht werde. Demnach können Kommunen und Städte zur Verbesserung der Luftqualität in besonders feinstaubgefährdeten Zonen wie Innenstädten Fahrverbote erlassen, wenn das Auto nicht über eine entsprechende Plakette verfügt. "Solche Zonen wird es in Schaumburg aber vorerst sicher nicht geben", vermutet Schütte.



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