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Kriegspropaganda vor 100 Jahren

„Jeder Stoß ein Franzos“

Wir sind nun in Mitten der höchst üblen wallonischen Bevölkerung“, heißt es in einem Mitte August 1914 in der Schaumburg-Lippischen Landes-Zeitung abgedruckten Brief eines Bückeburger Infanterie-Offiziers. „Es ist ein Leben schlimmer als unter Wilden, die Barbarei der Wallonen kann nicht übertroffen werden“. So sei kürzlich ein deutsches Lazarett überfallen, die Ärzte ermordet, den Verwundeten die Augen ausgestochen und an den barmherzigen Schwestern „so unglaubliche Grausamkeiten und Schandtaten verübt worden, dass sie nicht in Worte zu fassen sind“. An der Glaubwürdigkeit des namentlich nicht genannten Briefschreibers gab es laut Zeitungsredaktion nichts zu deuteln. Es handele sich um „einen Mitbürger, dem, wie wir versichern können, jede Übertreibung ferne liegt“.

veröffentlicht am 09.08.2014 um 00:00 Uhr

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Autor:

Wilhelm Gerntrup


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