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Hospizgruppe Obernkirchen-Auetal hilft bei Trauerbewältigung

"Jeder Mensch ist wichtig bis zu seinem letzten Atemzug"

Obernkirchen (sig). "Im Mittelalter waren Hospize Orte des Schutzes für bedürftige, kranke und sterbende Menschen." So steht es in einem Informationsblatt der Hospizgruppe Obernkirchen-Auetal. Später wurde es immer mehr zur Normalität, die letzten Tage und Stunden des Lebens im Krankenhaus zu verbringen. Es gibt deutliche Zeichen, dass wieder ein Umdenken einsetzt.

veröffentlicht am 06.03.2007 um 00:00 Uhr

Dorit Werner und Pastor Wilhelm Meinberg stellen beim letzten Ba

Dazu trägt auch die heimische Hospizgruppe bei, die zum Obernkirchener Altersheim-Verein gehört. "Unsere Erfahrungen von Verlust, Abschied und Trauer haben uns geprägt", stellen die Mitglieder dieses Teams fest. Die eigenen Erfahrungen und Erlebnisse - seien sie positiver oder negativer Art - hätten sie motiviert, sich auf eine ehrenamtliche Mitarbeit in dieser Gemeinschaft einzulassen. Eines der wichtigsten Ziele der Hospizarbeit ist, dass Menschen bis zuletzt lebenswürdig leben können und dass sie in ihren schwersten Stunden die nötige Zuwendung, Fürsorge und Geborgenheit finden. Dabei ist es gleichgültig, wo sich der Betroffene aufhält. Das kann im häuslichen Bereich, in einem Pflegeheim oder auch im Krankenhaus sein. Natürlich steht der Aufenthalt imKreise der Familie dabei im Vordergrund. Mit Besuchen und Gesprächen stehen die Hospizkräfte auch den Angehörigen bei, die Schwerstkranke oder Sterbende betreuen. Dabei sind Herkunft oder Religion keine Kriterien für die zu gewährende Hilfe. Die Hospizarbeit schließt jedoch aktive Sterbehilfe aus. Der Beistand umfasst außerdem die Betreuung der Hinterbliebenen in ihrem Schmerz und in ihrer Trauer. Auch auf die Phase der Trauerbegleitung werden die ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen vorbereitet. Im September beginnt eine solche Ausbildung in Zusammenarbeit mit dem Rintelner Hospizverein. Voraussichtlich wird man sich an beiden Standorten, Obernkirchen und Rinteln, treffen. Bis auf weiteres trifft man sich an jedem ersten Montag im Monat um 19.30 Uhr im Pavillon des "Sonnenhofes". Dazu sind auch bislang außen- stehende Frauen und Männer geladen. Spenden an die Hospizgruppe Obernkirchen-Auetal sind steuerlich absetzbar. Das Konto ist unter der Nummer 363 101 221 bei der Sparkasse Schaumburg eingerichtet worden. Empfänger ist der "Sonnenhof"; als Verwendungszweck soll "Hospizarbeit" angegeben werden. Kontakt: Ansprechpartner für die Hospizgruppe sind Marion Hobein, Dorit Werner, Jens Beier, Pastor Wilhelm Meinberg und für das Auetal Angelika Held. Weitere Informationen können unter der Rufnummer (0177) 196 6249 erfragt werden.

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