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Empfang für die "Kreisel-Künstler" / Brombach: Die Linde in vollem Ornat werden wir lieb gewinnen

"Jeder der 17 Vorschläge hatte seinen Reiz"

Bückeburg (mig). Mit einem Empfang im alten Saal des Rathauses ist die lange Auseinandersetzung um die Gestaltung des Kreisels an der Scheier Straße zu einem gütlichen Ende gekommen. Bürgermeister Reiner Brombach bedankte sich bei allen Teilnehmern des Ideenwettbewerbs und kündigte an, dass die nicht berücksichtigten Modelle möglicherweise an anderer Stelle Verwendung finden.

veröffentlicht am 21.03.2008 um 00:00 Uhr

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Das Stadt-Oberhaupt rekapitulierte in seiner Begrüßung den Prozess der Entscheidungsfindung und lobte das "große Engagement der Bürger": "Es ist nicht mehr selbstverständlich, dass Menschen sich solche Mühe machen." Im Rahmen des Wettbewerbs seien "sehr gute" Vorschläge eingegangen, "alle hatten ihren Reiz, leider konnten wir nicht alle nehmen." Auch über die Diskussion um das Kunstwerk von Eg Witt freute sich Brombach. "An Kunst soll man sich reiben", sagte der Bürgermeister und erinnerte an die zunächst umstrittenen "Nanas" in Hannover. Der Vorteil des siegreichen Entwurfs sei eine günstige Pflege und die Gewährleistung der Verkehrssicherheit. Nötig wurde der vom Verwaltungsausschuss ausgerufene Wettbewerb, weil der ursprüngliche Entwurf (tanzendes Trachtenpaar aus Stahl von Künstler Eg Witt) auf Ablehnung gestoßen war. Im Rahmen des Wettbewerbs gingen insgesamt 17 Entwürfe ein, die Vorschläge reichten von kleinen Bauwerken (Glaspyramide) bis hin zu einer Heuer-Ampel. Am meisten Stimmen konnte schließlich ein Entwurf aus der Feder von Marion Grösling und Rüdiger Homeier auf sich vereinen. Homeier: "Wir haben bewusst auf eine sparsame Ausführung gesetzt." Gelobt wurde der Beitrag auch von anderen Wettbewerbs-Teilnehmern. "Ich habe auch einen Baum vorgeschlagen, und zwar aus wirtschaftlichen Gründen. Die Linde ist ein Kunstwerk und eine gute und dauerhafte Lösung." Hervorgehoben wurde auch der Bezug zur Geschichte Jetenburgs. Im ältesten Teil der ehemaligen Residenzstadt habe man sich früher immer unter einer Linde getroffen. Das Schlusswort hatte dann Bürgermeister Brombach: "Wenn die Linde in vollem Ornat steht, werden wir sie sicher lieb gewinnen."



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