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Je kleiner das Kind, desto größer das Haustier

Die meisten Kinder wünschen sich irgendwann ein Haustier, das sie knuddeln, mit dem sie spielen oder herumtollen können. Und viele Eltern möchten das unterstützen, weil sich das Zusammenleben mit einem Tier positiv auf die Entwicklung ihrer Sprösslinge auswirken kann. Doch nicht jedes Tier ist kindertauglich, das betrifft vor allem Kleintiere, die fälschlicherweise allzu oft im Kinderzimmer landen. Tierexperten klären auf, welche Tiere für Kinder geeignet sind.

veröffentlicht am 16.04.2009 um 22:54 Uhr

Familienzuwachs durch ein Haustier will immer wohl überlegt sein. Denn wer sich ein Tier anschafft, übernimmt Verantwortung für ein Lebewesen, das bestimmte Bedürfnisse hat. Kinder müssen lernen, dass Tiere keine Spielzeuge sind, die sie bei mangelndem Interesse lieblos in die Ecke schieben können. Bei Kindern im Vor- und Grundschulalter muss den Eltern klar sein, dass sie die Hauptverantwortung für das Haustier tragen und nur kleinere Aufgaben an die Jüngsten abtreten können. Erst mit etwa 13 Jahren ist ein Jugendlicher in der Lage, sich ganz alleine um ein Tier zu kümmern.

Welches Tier für welches Kind?

Als grobe Faustregel gilt: Je kleiner Ihr Kind ist, desto größer sollte das gewählte Haustier sein. Hunde oder Katzen sind eher in der Lage Grenzen zu setzen oder sich auszudrücken als Kleintiere, die bei falscher Pflege oder Behandlung still Qualen erleiden. Hier ein kurzer Überblick über die gängigsten Mitbewohner und ihre Eignung für Kinder.

Hunde sind treue, robuste Begleiter, mit denen Kinder spielen und viel gemeinsam erleben können – noch dazu an der frischen Luft. Gut erzogene Vierbeiner kommen selbst mit kleinen Kindern klar. Bei der Auswahl sollten Sie auf eine familientaugliche Rasse achten.

Katzen können verschmust sein, aber auch sehr eigenwillig. Sie lieben ihre Unabhängigkeit und zeigen deutlich, wenn es ihnen zu bunt wird. So können selbst kleinere Kinder den rücksichts- und respektvollen Umgang mit einem Tier erlernen.

Vögel eignen sich nicht als Schmusetiere, sind aber munter und gelehrig. Ältere Grundschulkinder können regelmäßige Aufgaben wie Füttern oder Käfigreinigung übernehmen.

Kaninchen sind wie Meerschweinchen bei Kindern sehr beliebt. Sie können sich aber kaum wehren, wenn sie zum Beispiel zu viel geknuddelt oder gejafgt werden. Außerdem sind sie bewegungsfreudige Gruppentiere, die mindestens zu zweit gehalten werden sollen und entsprechend viel Raum benötigen. Sie sind also nur für Familien mit Platz und verantwortungsbewussten Kindern zu empfehlen.

Hamster sind nachtaktiv und alleine deshalb nichts für kleine Kinder, die am frühen Abend bereits ins Bett gehen. Stört man sie tagsüber in ihrem Schlaf, verkürzt das ihre Lebenserwartung!

Ratten und Mäuse passen sich gut an, sind pflegeleicht, brauchen nicht allzu viel Platz und sind zeitweise tagsüber aktiv. Manche lassen sich hochnehmen und sogar streicheln. So sind sie selbst für Familien mit jüngeren Kindern geeignete Haustiere.

Fische sind meist erst für ältere Kinder beziehungsweise Jugendliche interessant, die das ruhige Leben im Wasser beobachten wollen und sich bei der Pflege auch der Technik widmen können.

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