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Spannende und schwungvolle Musik in der St.-Matthaei-Kirche

Jazzmusik von Chick Corea in Großenwieden

Großenwieden. Voll besetzt war die altehrwürdige, fast 1000 Jahre alte evangelische St.-Matthaei-Kirche in Gro-ßenwieden. Die Musiker und Solisten, die besonders mit der Gemeinde verbunden sind, boten den Besuchern ein musikalisch äußerst vielfältiges Programm.

veröffentlicht am 10.01.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 23:41 Uhr

Mit einer „Festlichen Intrade“ von Thomas Rieger eröffnete der Posaunenchor Gro-ßenwieden unter der Leitung von Rainer Julitz feierlich den Konzertabend. Thomas Schierschke, Organist in Großenwieden, gab zu seinen Stücken jeweils kurze Erläuterungen zur Einführung. „Es sind alles Stücke, die ich mir im normalen Gottesdienst nicht zu spielen traue“, so Schierschke mit einem Augenzwinkern. Ein Choralvorspiel von Holm Vogel zu „O du fröhliche“ enthielt denn auch so manche Harmoniewendung, die das Weihnachtslied in einem anderen Licht als gewöhnlich präsentierte. Großen Applaus erhielt er nicht nur hierfür, sondern besonders auch für Chick Coreas Stück „Sea Journey“. Corea ist ein amerikanischer Jazzmusiker, und Thomas Schierschke adaptierte die „Seereise“ wundervoll für Kirchenorgel.

Der Posaunenchor nahm die Vorgabe von Thomas Schierschke auf und zeigte den Konzertbesuchern mit dem poppigen „Black and White“ von Eric Mankel und einer ebenso modern arrangierten Choralintrade zu „Macht hoch die Tür“ von Gustav Gunsenheimer, dass Weihnachtsmusik nicht immer nur aus traditionellen Sätzen bestehen muss. Doch wo Bläser spielen, darf natürlich Johann Sebastian Bach nicht fehlen: „Brich an, Du schönes Morgenlicht“ aus dem Weihnachtsoratorium und auch „Gloria in excelsis deo“ in einem Arrangement von Schmidt-Mannheimer begeisterten die Zuhörer.

Es folgte der Spontanchor aus Großenwieden, ebenfalls unter der Leitung von Rainer Julitz. Ursprünglich als Projektchor für Taizé-Andachten gegründet, hat sich der Chor mittlerweile zu einem mehrstimmigen Vokalensemble entwickelt, das in erster Linie neue Kirchenlieder und Gospelmusik im Repertoire hat. Die Stücke „Sind die Lichter angezündet“, „Stern über Bethlehem“ in einem Arrangement von Traugott Fünfgeld und „Heaven is a wonderful place“ wurden beschwingt dargeboten und nicht wenige Zuhörer bedauerten, dass der Chor nicht noch ein oder zwei Stücke mehr mit in das Konzert gebracht hatte.

Nachdem noch eine besinnliche Geschichte vorgetragen und gemeinsam „Wie soll ich Dich empfangen“ gesungen wurde, verabschiedete der Posaunenchor die Konzertbesucher mit dem schwungvollen und swingenden „Preludio 1“ von Traugott Fünfgeld in das Gemeindehaus, wo noch Glühwein, Tee und Gebäck auf die Gäste wartete.



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