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150 Fan-Wünsche finden im Rathaussaal Gehör / Blasmusik geht in die Beine

Jahreskonzert der "Jäger": Die Stimmung schlägt hohe Wogen

Bückeburg. Die Jahreskonzerte der Bückeburger Jäger sind immer etwas Besonderes. Wer es nicht schon längst gewusst hatte, konnte sich am Samstagabend im gut besetzten Rathaussaal selbst davon überzeugen.

veröffentlicht am 31.03.2008 um 00:00 Uhr

Taktsicher: Heiko Deterding dirigiert die Jäger.

Autor:

Dietlind Beinßen

Diesmal seien Titelwünsche von rund 150 Fans beim Programmablauf berücksichtigt worden, plauderte Moderator Dirk Hasse aus, bevor die große Crew unter Heiko Deterdings bewegungsreichem Dirigat mit dem Marsch "Friederikus Rex" gleich aus dem Vollem schöpfte. Humorig und lehrreich stellte Hasse dann im weiteren Verlauf das reizvolle Gemisch aus Polkas, Märschen und anderen Kleinodien der von Altmeister Friedrich Glas geprägten Militärmusik vor. Apropos Glas: Jenes Parade-Stück, für das ihm besonderes Lob gebührt, durfte laut Hasse gleich zum Start nicht fehlen. Die meisten im Saal ahnten blitzschnell, dass es sich nur um den "Bückeburger Jäger-Marsch " handeln konnte, der nach langem Applaus gleich wiederholt werden musste. Akzente setzte das Team um Heiko Deterding, der seine Truppe fest im Griff hielt, weiter mit "Blumengeflüster" und konfrontierte die beifallsfreudigen Zuhörer dann mit Wilhelm Busch, besser gesagt, der "Max-und-Moritz-Polka. Der bekannt heikle Xylophonpart lag bei Michael Tillmann genau richtig. Mit ihrer in die Beine gehenden Blasmusik fuhren die "Jäger" fort, indem sie das Schönste aus "My fair Lady" hören ließen, außerdem stießen sie bei "Thank you for the Music" von der Abba-Pop-Band, beim "Marsch der Medici", Dauerbrenner "Young Life", einer schmissigen Südmärischen Polka zum Mitklatschen und mehr illustrer Schmankerln auf offene Ohren, was vielleicht nicht ganz auf den "Königsmarsch" zutraf, denn dieser lag punktgleich mit den "Alten Kameraden", der nun erst in einem Jahr an der Reihe ist. Die Bandbreite des Orchesters spannte sich weiterüber neue Xylophon-Eskapden des begabten Max Tillmann bis hin zu Plesshörner-Raritäten, für die sich Heiko Deterding, Ernst Weiser und Dirk Hasse voller Verve einsetzten. In rhythmischer Prägnanz und tonaler Balance vorgeführt, reihten sich unter anderem noch ein launiges "Instant"-Konzert mit 29 versteckten Titeln an und der begehrte Fliegermarsch. Nach zweieinhalb Stunden beendeten die Bückeburger Jäger ihre Auftritte im Rathaussaal mit dem "Großen Kurfüsten Reitermarsch" und dem Oldie "Auf Wiedersehen".



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