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Konstant viele aktive Feuerwehrleute im Flecken Aerzen /Demografiestudie wird Einblick in die Zukunft liefern

Jahresabschluss der Gemeindefeuerwehr

Aerzen. Nachdem die 14 Orts- und zwei Werkfeuerwehren im Flecken Aerzen Anfang des Jahres über das jeweilige Einsatzgeschehen berichtet hatten, zog nun die Gemeindefeuerwehr Aerzen Bilanz. Die Orts- und Werkfeuerwehren wurden im vergangenen Jahr insgesamt 111-mal zu Brand- und Hilfeleistungseinsätzen gerufen.

veröffentlicht am 02.05.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 11:41 Uhr

Im Einzelnen waren das 23 Brandeinsätze, 58 Hilfeleistungen, 16 sonstige Einsätze sowie 14 Fehlalarme. Die Brandeinsätze gliedern sich in 15 Brände, die mit dem Einsatz von Kleinlöschgeräten bekämpft werden konnten sowie acht Kleinbränden, bei denen ein C-Rohr zum Einsatz kam. Der größte Einsatz im vergangenen Jahr wurde beim Gefahrgut-Unfall bei der Aerzener Brotfabrik geleistet. „Über 150 Einsatzkräfte kämpften fast 22 Stunden lang gegen Ammoniak-Austritt und kontrollierten die explosionsfähige Umgebungsluft“, erklärt der stellvertretende Gemeindebrandmeister Jens Pieper in seinem Jahresbericht. „Es war der erste große Gefahrgut-Einsatz unserer Gefahrgut-Gruppe. Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Kreiseinheiten und umliegenden Wehren klappte reibungslos“, lobte Jens Pieper die Beteiligten.

Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Jörg Pyka berichtete, dass der im September bei einem Unfall beschädigte MTW der Aerzener Feuerwehr durch ein Ersatzfahrzeug ausgewechselt werden konnte und dieses im April übergeben worden sei. „Auch die defekte Herkendorfer Pumpe wurde durch eine neue, moderne Pumpe ersetzt“, so Pyka.

Die Gemeindefeuerwehr Aerzen verfügte im vergangenen Jahr über 512 aktive Mitglieder im Alter von 16 bis 62 Jahren. „Die Anzahl in der Einsatzabteilung ist, im Vergleich zum Vorjahr, um sieben Personen gestiegen“, erklärt Jörg Pyka. Gemeindebrandmeister Friedhelm Senke wies auf zwei Kreisfeuerwehrveranstaltungen hin, die in Aerzen ausgerichtet werden: Den Auftakt bildet der Kreiswettbewerb der Jugendfeuerwehren am 25. Mai. Am 31. August messen sich die Einsatzabteilungen aus dem Kreisgebiet in Aerzen. „Die Auslieferung des neuen TSF für Dehmke ist Ende des Jahres vorgesehen. Anfang nächsten Jahres steht die externe Vergabe eines Feuerwehrbedarfsplanes auf dem Programm. Die Aufstellung wird vom Gemeindekommando begleitet. Die Konsequenzen daraus bleiben abzuwarten“, meinte Friedhelm Senke. „So üppig wie vor Jahren ist der Zulauf in den Nachwuchsorganisationen nicht mehr, sodass bittere Jahre auf uns zukommen werden. Der Bedarfsplan wird das offenbaren. Seid aktiv auch in Richtung Kinderfeuerwehr“, lautete sein Appell an die Kameraden. Abschnittsleiter/West und Bereitschaftsführer/West Jürgen Selle als Vertreter der 3392 Einsatzkräfte auf Kreisebene machte deutlich, dass bei 0,9 Prozent Personalrückgang pro Jahr „irgendwann der große Knall kommt“. „Die Imagekampagne muss belebt werden. Dabei darf das Augenmerk nicht nur auf Kinder und Jugendliche gerichtet sein, sondern es sollten auch Menschen mittleren Alters angesprochen werden“, so Selle.

„Die Feuerwehr ist ein starkes Element der Gesellschaft. Solange Personal vorhanden ist, wird keine Wehr geschlossen. Allerdings: Wer sich nicht bewegt, wird bewegt“, lautete Selles Resümee. Brandmeister Horst Schulzki hat jahrelang die Kleiderkammer der Aerzener Gemeindefeuerwehr geführt. Nun übernehmen Susanne Söchtig und Mark Reiter dieses Amt. Zur Unterstützung wurden Oberlöschmeister Lars Hylmar und Löschmeister Florian Lücke der Leitung der Gefahrgut-Gruppe zur Seite gestellt. Thomas Meyer, Daniel Hundertmark und Christian Bode galt der besondere Dank für ihr Engagement bei der Umstellung der Funkmeldeempfänger.sbr

V. li.: Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Jens Pieper, Gemeindebrandmeister Friedhelm Senke, Horst Schulzki, Florian Lücke, Susanne Söchtig, Lars Hylmar, Bürgermeister Bernhard Wagner und der stellvertretende Gemeindebrandmeister Jörg Pyka.sbr



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