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Hegering 1 diskutiertüber das Jagdgesetz / Wildgans fühlt sich pudelwohl

Jäger wollen Regeländerungen von der Politik treffen lassen

Bückeburg (bus). Der Hegering 1 Bückeburg der Schaumburger Jägerschaft hat während seiner Jahresversammlung im Gasthaus "Fenkner" sozusagen aus der Not eine Tugend gemacht. Da die Zusammenkunft keinerlei Wahlen zu absolvieren hatte, nutzten die Teilnehmer die Zeit für ausführliche Rückblicke und Erörterungen. Die Berichterstattung teilten sich Hegeringleiter Dr. Henning Brinkmann, Schriftführer Hans Lindemeier und Kassierer Eckhard Bruß, die Obleute Friedhelm Baule (Schießen), Werner Dielitzsch (Naturschutz) und Baron Camillo von Palombini (Jagdhornblasen) sowie Henning Holzhausen (Vorsitzender der Kreisjägerschaft) und Kreisjägermeister Heinrich Stahlhut-Klipp.

veröffentlicht am 03.04.2007 um 00:00 Uhr

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Die Diskussionen drehten sich vor allen Dingen um die Novellierung des Bundesjagdgesetzes. Der Gesetzentwurf enthält zahlreiche Verordnungsermächtigungen, die den einzelnen Bundesländern Abweichungen ermöglichen. Was, so die einhellige Meinung der Versammlung, der Ministerialbürokratie Tür und Tor öffne und die Landtage außen vor lasse. Den Jägern erscheint es indes wichtig, Änderungen der Jagdregeln durch die Politik entscheiden zu lassen. Ebenfalls heftig diskutiert wurde eine Änderung im Vorschriftenwerk der Berufsgenossenschaft, die ab 2008 eine Orientierung der Beiträge an der Fläche statt am Pachtzins vorsieht. "Das kann biszu 30 Prozent mehr Kosten nach sich ziehen", so Henning Holzhausen. Im Gegensatz zu denüberregionalen Themen, förderten die hegeringinternen Tagesordnungspunkte keinerlei Erörterungsbedarf zutage. Die Berichte verdeutlichten, dass in der etwa 100 Mitglieder umfassenden Gemeinschaft auch geselligen Aktivitäten viel Raum eingeräumt wird. Da zudem die Vereinskasse ein kleines Plus auswies, stand der einstimmigen Entlastung des Vorstandes nichts im Weg. Wissenswert am Rande: Die noch vor wenigen Jahren als exotisches Geflügel anmutende Nilgans scheint sich in niedersächsischen Gefilden pudelwohl zu fühlen. Was für das Tier allerdings nicht unbedingt von Vorteil sein muss. Der Bestand weist mittlerweile eine derartige Dichte auf, dass der Entenvogel per Gesetz zu jagdbarem Wild erklärt werden soll. Darüber hinaus plant das Land, eine Ermächtigungsgrundlage für die Erweiterung von Jagdzeiten zu schaffen.

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