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Uneinsichtige Spaziergänger sorgen für Ärger im Revier

Jäger sauer: Immer wieder Ärger mit frei laufenden Hunden

Bückeburg (jp). Jäger schlagen Alarm: Immer häufiger gefährden frei laufende Hunde das Wild. Hierauf wies Ekkehard Dürig, Jagdpächter der Jagdgenossenschaft Müsingen-Jetenburg, jetzt hin. Richtig schlecht zu sprechen sind die Jagdgenossen auf diverse Spaziergänger, die allen Appellen der vergangenen Jahre zum Trotz ihre Hunde immer noch frei im Revier laufen lassen. Ekkehard Dürig verwies noch einmal auf den strikten Leinenzwang für Hunde in der Setz- und Brutzeit vom 1. April bis zum 15. Juli. Verstöße gegen diese Bestimmungen werden mit Bußgeldern geahndet.

veröffentlicht am 11.04.2006 um 00:00 Uhr

Die Mitglieder der Jagdgenossenschaft Müsingen/Jetenburg mit Ekk

Dabei seien besonders einige Hundebesitzer aus Obernkirchen unangenehm aufgefallen. Sie ließen laut Dürig nicht nur ihren Hunden freien Lauf, sondern führen zu allem Überfluss auch noch bedenkenlos mit ihren Autos durch das Revier. "Ruhezonen sollen wirklich Zonen der Ruhe für das Wild bleiben", appellierte Dürig. "Der Anblick von Wild in freier Natur wird dafür der Lohn sein." Vor einem Jahr hatte Dürig, der auch das Amt des ersten Vorsitzenden der Jagdgenossen bekleidet, die Nachfolge des kurz zuvor verstorbenen langjährigen Jagdpächters Adolf Buchenau angetreten. Zum Abschuss kam Dürig in seinem ersten Jahr beim Rehwild nicht. Stattdessen starben trotz Wildzaun drei Rehe, zwei Hasen und ein Fuchs im Straßenverkehr. Dabei stellten überhöhte Geschwindigkeiten der Autofahrer das größte Problem dar. Im Falle eines Rehbockes müsse der Unfallfahrer auf der Bundesstraße 65 geradezu mit Lichtgeschwindigkeit gefahren sein, berichteteDürig: "Der Bock ist von dem Fahrzeug förmlich durchtrennt worden." Kein Spur gab es nach dem Wildunfall von dem Todesfahrer, dafür umso mehr von seinem Gefährt: Dürig fand an der Unfallstelle Stoßstangenreste eines teuren BMW. Mit dem Wildbestand im Bereich der Jagdgenossenschaft ist man zufrieden. Südlich der Bundesstraße 65 waren im Winter 16 Rehe zu beobachten, nördlich davon waren es vier. Dazu zählte Ekkehard Dürig eine große Zahl von Hasen, Enten, Fasanen und Rebhühnern. Mittlerweile haben sich auch vier Nilgänse im Revier ein Plätzchen gesucht. Von gefährlichen Wildtierkrankheiten wie der Kanincheninfektion Myxomatose blieben die Müsinger glücklicherweise erneut verschont. Kummer bereiten die Kormorane auf "Pauls Teich", die dessen Fischbestand arg dezimieren. "Der tägliche Nahrungsbedarf eines Kormorans liegt bei etwa 400 bis 500 Gramm und beim Fischreiher täglich bei 500 Gramm", erläuterte Ekkehard Dürig.

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