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Verstärkter Maisanbau führt bei den Jagdgenossen zu Diskussionen

Jäger beklagen Wildschaden

Salzhemmendorf (gro). Zu heftigen Diskussionen kam es in der Jagdgenossenschaftsversammlung in Salzhemmendorf über den verstärkten Maisanbau in der Region. Zwei Jagden mit insgesamt 500 Hektar hat die Jagdgenossenschaft verpachtet. Problematisch dabei für Jagdgenossen und Jäger ist der verstärkte Maisanbau für die Biogasanlagen.

veröffentlicht am 24.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 17:41 Uhr

Die Jagdpächter seien unzufrieden, so der Vorsitzende der Jagdgenossenschaft, Frank Seegers. „Da steht der Mais bis an die Waldgrenze, und wenn die Schweine erst einmal da drin sind, kommen sie nicht wieder heraus, und eine ordnungsgemäße Jagd ist nicht mehr möglich.“ Folge: ein erhöhter Wildschaden, der von den Jägern gezahlt werden müsse. Diese hohen Zahlungen machten die verpachteten Jagden unattraktiv, und eine Verpachtung werde immer schwieriger.

Volker Seegers verdeutlichte: „Die Feldjagd ist nichts mehr wert, sie ist sozusagen tot. Keine Deckung für die Tiere, ständig Beunruhigung und nur Mais und damit hoher Wildschaden durch die Wildschweine. Diese Art des Feldfruchtanbaus macht die Jagd kaputt.“ Landwirt Jörg Ostermann hielt dagegen: „Nicht nur bei Mais, auch bei anderen Feldfrüchten kommt es zu Wildschäden. Gesellschaftlich ist es übrigens erwünscht, dass wir einen Anbau für erneuerbare Energien betreiben.“

Andere Wege als bisher mit den Jägern zu gehen, könne helfen. „So zum Beispiel ein gutes Miteinander und Gespräche im Vorfeld eines zu erwartenden Wildschadens mit den Jägern“, so Ostermann. Ein gemeinsames Gespräch zwischen Jagdgenossen, Landwirten und Jägern zu der „Maisproblematik“ soll nun geführt werden.



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