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Liebhaber klassischer Vespa-Motorroller halten "Familientag" ab

"Italiener" mit Handschaltung: Rostspuren als i-Tüpfelchen

Probsthagen (mw). Mitglieder des Vespa-Clubs Hannover haben sich in Probsthagen zu einem motorisierten "Familientag" getroffen. Das Besondere: Bei den Zweirädern, mit denen sie angereist sind, hat es sich um alte "Blechvespas" gehandelt.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 11:42 Uhr

Blechvespas mit Handschaltung sind die Leidenschaft der Motorrol

"Das sind alles alte, klassische Blechvespas", informierte Thomas Reichert aus Hannover, der Sport- und Tourenwart des Clubs,über die Motorroller, mit denen die Vespa-Freunde zum Clubmitglied Wilhelm Brandt aus Probsthagen gekommen waren. Das Besondere daran sei, dass diese allesamt über eine Handschaltung verfügen. Die neueren Modelle mit Automatik seien dagegen uninteressant. "Das sind für uns keine echten Vespas mehr," so Reichert. Was macht den Reiz der alten Vespas aus? "Dieses Fahrzeug ist Kult", schwärmte Reichert insgesamt. Vergleichbares gebe es heute nur noch bei der Motorradmarke Harley-Davidson. Die Vespas böten "dieses unglaubliche Fahrgefühl", das man auf keinem anderen Fahrzeug habe. Die Vespas der Vereinsmitglieder werden noch regelmäßig gefahren, etwa zu Club- und Oldtimertreffen sowie zu Rallyes, berichtete Reichert, die meisten auch im Alttag. Er selbst habe drei Blechvespas, darunter eine "Vespa 150GL" Baujahr 1963, mit der er nicht nur zum aktuellen Treffen angereist sei, sondern auch schon in Italien gewesen sei. Auch Brandt besitzt nach eigenen Angaben gleich mehrere dieser Fahrzeuge. So etwa eine "Hoffmann-Vespa" von 1950, einen "Italiener" Typ VNA2T von 1959 und eine "Vespa 150T4" von 1960. Eine "Rarität" sei dabei seine Vespa "50SR" aus dem Jahr 1975, die nur 511 mal gebaut worden sei. Der Wert der Vespas sei "sehr unterschiedlich", erläuterte Reichert. Dieser reiche von rund 2500 Euro für eine "normale Sechziger-Jahre-Blechvespa" bis hin zu 3500 Euro für wertvollere Stücke. Eine Besonderheit wies der Motorroller des Vereinsvorsitzenden Jens Thomas aus Hannover auf: Seine Vespa "150T4" Baujahr 1959 befand sich im unrestaurierten Originalzustand und zeigte stellenweise sogar Rostspuren. Für die Vespa-Liebhaber offensichtlich aber das i-Tüpfelchen ihrer Leidenschaft. "Ein Fahrzeug im unrestaurierten Originalzustand zu finden, ist einfach ein Traum", erklärte Reichert. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.vespaclub-hannover.de .

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