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Ärger über radikal gemähte Böschungen und hohe Energiepreise / Kater "Tainy" verschwunden

"Irgendwann gibt es hier nur noch Dohlen!"

Rinteln (ur). "Wenn das so weitergeht, werden Wildblumen, Gräser und Kräuter in Rinteln nach und nach ausgerottet", klagt Angela Wagner . Zunehmend sei gerade in der Nordstadt zu beobachten, dass Straßenränder und die wenigen verbliebenen Hänge und Böschungen radikal kurz gemäht würden - und das auch da, wo die Vegetation eigentlich niemanden stören könne. "Das geschieht zum Teil sogar, bevor die Pflanzen ausgesamt haben, sodass die Artenvielfalt dauerhaft eingeschränkt wird."

veröffentlicht am 11.06.2008 um 00:00 Uhr

Auch Elisabeth Otte sieht die Artenvielfalt in ihrem Wohngebiet im Stadtsüden gefährdet, allerdings in der Vogelwelt. "Seit Jahren nisten auf den Schornsteinen der Mehrfamilienhäuser hinter unserem Einfamilienhaus Dohlen. Diese haben sich so unglaublich vermehrt, dass dadurch andere Vogelarten immer stärker verschwinden." Die in Stadthagen residierende Hausverwaltung kümmere sich leider überhaupt nicht um das Problem, obwohl der Schornsteinfeger schon darauf aufmerksam gemacht habe, dass hier mit einem Spezialdrahtschutz schnell Abhilfe geschaffen werden könne. "Kürzlich fand ich den Altvogel eines Zaunkönignests tot bei uns auf der Terrasse - und das Nest war ausgeplündert, vermutlich durch die Dohlen. Auch unter dem Apfelbaum auf dem Nachbargrundstück findet man immer wieder erlegte Singvögel. Wenn das so weitergeht, gibt es hier irgendwann nur noch Dohlen!" Als passionierter Radfahrer vermisst Klaus-Peter Schmidt an vielen Stellen radfahrgerechte Anschlüsse. Bei der Planung des schönen Radwegs am Doktorsee habe man die Überquerung fatalerweise direkt in eine Kurve gelegt und durch mangelnden Grünschnitt sei die Strecke an manchen Stellen durch überstehende Vegetation beeinträchtigt. Hinzu komme, dass leider immer noch viel zu viele ihre Flaschen an den Wegrand werfen, sodass manche Strecke in gefährlicher Weise von Scherben gesäumt wird. Nicht geradeüberzeugt vom Nutzen des zum 1. Juli erforderlichen "Energiepas- ses" für Wohnhäuser ist Johanna Blöcker : "Nachdem wir im Zuge der Erderwärmung kaum noch mit ganz strengen Wintern rechnen müssen, lässt sich das kaum noch begründen." Zumal man Mietern oder Käufern ja auch durch die Heizkostenabrechnungen der letzten Jahre anschaulich machen könne, wie energieökonomisch ein Haus ist. "Im Grunde kommt es einem so vor, als ob damit wieder mal Gebühren kassiert und unnütze Investitionen veranlasst werden sollen." Am Kreuzungsbereich von Woolworth zur Fußgängerzone kommt es am Überweg immer wieder zu Konflikten zwischen Radlern und Fußgängern. "Vermeidbar", wie Margret Stolzenberg meint. "Wenn man einfach die bisherige Radwegseite umwidmet für die Fußgänger und umgekehrt, ist das für Radfahrer kein Problem - für die Fußgänger aber kürzer. Zusätzlich sollte man die Embleme auf der Verkehrsinsel postieren, wo sie sicher besser wahrgenommen würden. ImÜbrigen kritisiert sie den Zustand der Schotterzuwegung zwischen Kendalstraße und Spielplatz: "Das sind so scharfkantige Steine, dass man es Müttern mit ihren Kindern kaum zumuten möchte, dort lang zu gehen." "Eigentlich verliert man jedes Interesse, noch zu den Wahlen zu gehen", meint Brigitte Dienstbier angesichts der aktuellen Teuerungswelle: "Wenn jetzt noch die Gaspreise steigen, ohne dass von der Politik dagegengesteuert wird, dann zeigt das doch nur, wie abgehoben die Politiker sind und wie sehr sie die Sorgen und Nöte der kleinen Leute missachten!" Entschieden hält Schlagzeug-Legende Dieter Ass aus Eisbergen gegen Gerüchte, dass die deutsch-englische Top-Beatband "Generations" bei der Oldie-Fete am 21. Juni in Veltheim nicht in der Originalbesetzung der 60er Jahre antreten werde. "Ich habe gestern noch am Telefon mit unseren Freunden aus Liverpool gesprochen: Die brennen so richtig darauf, die alten Fans wieder zu treffen und womöglich auch deren Kindern und Enkelkindern einzuheizen." Karten gibt es für ganze 5 Euro im Vorverkauf bei der Schaumburger Zeitung und den Bankinstituten in Porta Westfalica. Katrin Korfhage aus Westendorf (Gut Echtringhausen) hatte am Wochenende Besuch von Bekannten, die ihr einen grau-getigerten Kater anvertrauten. Dieser neugierige Gast mit dem Namen "Tainy" ist inzwischen verschwunden: Hinweise auf seinen Verbleib nimmt Frau Korfhage unter (0171) 2616245 entgegen. Andy Schütte beobachtete kürzlich beim Besuch des Freibades das Verhalten mancher jugendlicher Badegäste an der großen Edelstahlrutsche und meint: "Wenn man sieht, was die da für gewagte Sprünge und Aktionen machen, wundert man sich, dass noch kein größerer Unfall passiert ist." Seine Empfehlung: Die Anlage nur stundenweise in Betrieb nehmen, dann aber beaufsichtigt.

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