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Niedernwöhren beschließt Haushaltsplan / Geld für Straßenausbau, Dorfplatz und Kanalarbeiten

Investitionen in die Infrastruktur

Niedernwöhren. Der Gemeinderat Niedernwöhren hat den Plan für den Haushalt 2016 einstimmig angenommen. Der Etatentwurf kommt zwar nicht ohne Kreditermächtigung in Höhe von 760 000 Euro aus, dafür sind sich die Fraktionen aber einig, in sinnvolle Projekte zu investieren.

veröffentlicht am 16.02.2016 um 15:05 Uhr
aktualisiert am 16.02.2016 um 20:53 Uhr

Der Ergebnishaushalt schließt mit einem Überschuss von 42 739 Euro ab und hat ein Volumen von 1 553 377 Euro. Im Finanzhaushalt werden Einzahlungen in Höhe von 2 608 500 Euro erwartet. Die Ausgaben liegen bei 2 607 360 Euro. Investitionen für 1 088 000 Euro sind geplant. Darunter sind der Ausbau der Hafenstraße mit 290 000 Euro, die Errichtung des Dorfplatzes an der Alten Schule für 110 000 Euro und die Sanierung des Oberflächenkanals an der Waldstraße für 145 000 Euro.

„Aus unserer Sicht sind das irrsinnig hohe Investitionen, die wir tätigen“, sagte SPD-Sprecher Ralf-Uwe Seeger, nicht ohne deren Notwendigkeit zu betonen. Schließlich seien darunter auch Projekte, „die wir schon seit Jahren planen“. Er nannte die Sanierungen der Hafen- und der Waldstraße ebenso wie den Ausbau des Dorfplatzes und den Breitbandausbau. Für den SPD-Sprecher ist es nur konsequent, weiter in die Infrastruktur der Gemeinde zu investieren, die er für „super“ hält. Seit neuestem habe der Ort wieder einen Einwohnerzuwachs. „Das beruht auf der Tatsache, dass wir etwas tun für den Bürger“, schlussfolgerte Seeger und nannte das Beispiel Alte Schule. Dort seien inzwischen viele Vereine aktiv. Seeger glaubt nicht, dass die Kreditermächtigung voll ausgeschöpft werden muss. Dennoch konnte sich der Fraktionsvorsitzende einen kritischen Blick auf die Samtgemeinde nicht verkneifen. Die rund 25 000 Euro mehr aus der Einkommensteuer würden durch die Erhöhung der Samtgemeindeumlage wieder aufgefressen. „Unsere Situation würde besser aussehen, wenn es die Badewonne nicht geben würde“, sprach er einen wunden Punkt an.

Sein Parteigenosse Jürgen Weh brach eine Lanze für die Samtgemeinde: „Ich glaube schon, dass verantwortungsvoll mit der Samtgemeindeumlage umgegangen wird“, sagte er. Stefan Bulmahn (SPD) ist skeptisch: „Wir hantieren hier vernünftig mit dem Geld und müssen haushalten“, sagte er. Und andere schielten auf das, was Niedernwöhren spare.

Der positiven Einschätzung des Gemeinderats schloss sich CDU-Sprecherin Monika Insinger an. Die Gemeinde habe Glück, dass die Zinsen zurzeit niedrig seien und die Investitionen in begonnene Projekte fortgeführt werden könnten. bab



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